Foto: Henrik Matzen

Tierwohl bei famila

Wir freuen uns, dass Sie sich für Tierwohl interessieren. Gern erklären wir Ihnen, wie famila im Alltag damit umgeht. Wir starten mit der Frage, was der Begriff für uns genau bedeutet.
Bei Tierwohl geht es im Folgenden um den Umgang mit Nutztieren. Im Einzelnen beinhaltet dies z. B. die Bereiche Aufzucht, Futter, Krankheitsvorsorge, Transport, Schlachtung und Verarbeitung. Zu jedem dieser Punkte gibt es gesetzlich festgelegte Standards, an die sich sämtliche Produzenten tierischer Produkte halten müssen. Diese Standards stellen allerdings nur das absolute Minimum an Maßnahmen dar, um den Tieren ein erträglicheres, angenehmeres Leben zu ermöglichen.

Wir bei famila möchten mehr tun.

Daher schauen wir uns beim Einkauf tierischer Produkte die Herkunft, Lieferanten und Haltungsbedingungen möglichst genau an. Zusätzlich orientieren wir uns an bekannten Siegeln und Initiativen. Doch wir folgen nicht jedem. Stattdessen wählen wir sorgfältig aus – und sollten wir nicht einhundertprozentig überzeugt sein, setzen wir lieber unsere eigenen Konzepte um und gehen voraus.

Orientierungsmöglichkeiten
für Verbraucher

Um zu erkennen, aus welcher Haltung ein tierisches Produkt stammt, gibt es je nach Produktkategorie verschiedene Kennzeichnungen.

Tierwohl bei Eiern

Bei Eiern gilt eine Pflichtkennzeichnung, die als erste Ziffer des Erzeugercodes direkt auf das jeweilige Ei gedruckt wird.

  • 0 steht für Bio-Haltung,
  • 1 für Freilandhaltung,
  • 2 für Bodenhaltung und
  • 3 für Käfighaltung.

1999 hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass die Haltung in Käfigen Tierquälerei ist und abgeschafft werden muss.

Tierwohl bei famila-Eiern

Sämtliche bei famila erhältlichen Eier stammen von Hennen aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung. Eier aus Käfighaltung haben wir, als einer der ersten Lebensmittelhändler überhaupt, bereits 2004 ausgelistet. Auch Eier aus der sogenannten Kleingruppenhaltung bieten wir nicht an, denn sie ist nach unserer Überzeugung nicht in der Lage, die grundlegenden Probleme der Käfighaltung zu lösen.

Die Käfigfrei-Initiative der Albert Schweitzer Stiftung und anderer Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen hat dazu beigetragen, dass die Käfighaltung in Deutschland seit 1. Januar 2026 flächendeckend
verboten ist. Diesem Ziel waren wir bei
famila also weit voraus.

Wie gesetzlich vorgeschrieben, werden in Zusammenhang mit unseren Eiern weder Küken getötet noch Schnäbel gekürzt. Außerdem handeln wir ausschließlich Eier aus Deutschland. Wir haben Verträge mit über 70 regionalen Lieferanten, die von uns nach festgelegten Kriterien sowie bestem Wissen und Gewissen ausgewählt werden. Die Eier für unsere Eigenmarken stammen von Gutshof-Ei aus Schleswig-Holstein. 

Tierwohl bei Frischfisch

TierwohlFischprodukte oder Meeresfrüchte, die aus Aquakulturen stammen, können das Bio-Siegel erhalten. Bio steht nicht nur für hohe Haltungsanforderungen, sondern auch für viele weitere ökologische Aspekte. Zusätzlich gibt es das ASC-Siegel (Aquaculture Stewardship Council). Dieses bezieht sich auf die Aufzucht in kontrollierten Aquakulturen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Das bekannte MSC-Label (Marine Stewardship Council) steht für Produkte aus Wildfang.

Tierwohl bei famila-Frischfisch

ASC- und MSC-Siegel sind bei famila auf ausgesuchter Tiefkühl-Ware zu finden. Statt diese Siegel jedoch bei Frischfisch zu nutzen, achten wir lieber auf die Tierbestände selbst. Von ihnen machen wir abhängig, welchen Fisch wir anbieten und welchen nicht.

So haben wir zum Beispiel keine Fische aus der Ostsee im Sortiment, um die dortigen geringen Bestände nicht noch weiter zu dezimieren. Wir beziehen unsere Fische nur aus Regionen, in denen die Arten zahlreich vorhanden sind. Zum Schutz gefährdeter Bestände hat famila außerdem Rochenflügel aus dem Verkauf genommen. Der akut bedrohte Aal wird an unseren Fischtresen weder als Räucher- noch als frischer Aal gehandelt. Auch Blauflossen-Thunfisch (Roter Thun) sowie Dornhai-Produkte wie Seeaal und Schillerlocken führen die famila-Fischtresen nicht.

Als Fischlieferanten kommen für famila nur qualifizierte Zulieferbetriebe in Frage, die sich täglich intensiv mit den Einkaufsquellen, dem Bestandsmanagement, den
Aquakulturbetrieben usw. auseinandersetzen und Alternativen zu stark/extrem gefährdeten Fischarten (lt. wissenschaftlicher Empfehlungen) bevorzugen. Unsere Lieferanten handeln bevorzugt Fischarten aus gut geführten Beständen und bauen ihren Aquakulturanteil stetig aus. famila handelt keinen Fisch aus illegaler Fischerei. Ferner nehmen wir Abstand von Fischerei mit illegalen Fangmethoden oder von unregulierten und unregistrierten Fischereien. Unsere Partnerbetriebe verarbeiten nur Fische aus gesetzlich streng kontrollierten Fängen im In- und Ausland.

Als erster Anbieter in Deutschland sind wir bereits dabei, von herkömmlicher Aquakultur auf landbasierte aus Dänemark umzustellen. Landbasierte Aquakultur heißt, dass die Lachse – ähnlich wie in einem Gewächshaus für Pflanzen – in einem geschlossenen Kreislaufsystem, befüllt mit frischem Fjordwasser, aufwachsen. Durch das geschlossene Biotop können keine Keime eindringen und die Lachse ohne künstliche Farbstoffe, Antibiotika und Pestizide aufgezogen werden.

Durch diese Maßnahmen streben wir an, bei famila ausschließlich Fisch aus bestandserhaltender Fischwirtschaft anzubieten.

 

Bio und Demeter

Verbraucherinnen und Verbraucher, die neben Tierwohlaspekten auch auf ökologische Faktoren Wert legen, erhalten durch Bio-Siegel eine zusätzliche Entscheidungshilfe. Das EU-Bio-Siegel muss seit 2012 auf allen Bio-Lebensmitteln stehen. In den europäischen Vorschriften für den ökologischen Landbau sind Kriterien zum Tierschutz (Herkunft, Futtermittel, Krankheitsvorsorge und tierärztliche Behandlung) sowie Vorschriften zur Reinigung der Ställe enthalten. Diese unterscheiden sich von den Richtlinien, die sich deutsche Bio-Anbauverbände wie Naturland, Bioland oder Demeter selbst auferlegen. Letztere sind deutlich strenger als die Vorgaben des EU-Bio-Siegels.

Der Demeter e.V. ist der älteste Bioverband Deutschlands. Hier erfahren Sie mehr über Demeter.

Höchste Tierhaltungsstandards stehen bei Demeter-Höfen an erster Stelle. Das Futter erzeugen Demeter-Landwirte selbst oder kaufen es bei Bedarf von anderen biodynamischen Betrieben dazu. Tiermehle, Zusatzstoffe und die vorbeugende Gabe von Antibiotika oder Hormonen sind tabu. Tiere auf Demeter-Höfen werden meist in kleinen Herden gehalten, so wird ein tierwohlorientiertes Rang- und Sozialverhalten ermöglicht. Kühe werden nicht enthornt.

Bio und Demeter bei famila

Tierwohlfamila ist Mitglied bei Demeter und hat ca. 400 Demeter-Artikel im Sortiment. Dazu zählen auch unsere unsere Nordliebe-Produkte: Mehrere norddeutsche Landwirte haben sich zusammengetan, um hochwertige Demeter-Milchprodukte anbieten zu können. Die Preise werden von famila gemeinsam mit den Bauern so festgelegt, dass diese ihre Höfe langfristig biodynamisch bewirtschaften können.

TierwohlAußerdem bietet famila ca. 4.000 Bio-Produkte an und hat ca. 10.000 Produkte von norddeutschen Herstellern im Sortiment. Diese Bereiche bauen wir kontinuierlich weiter aus.

famila ist zudem Mitglied im Bioland Verarbeitung & Handel e.V. (kurz: BVH). Wofür Bioland steht, erfahren Sie hier.

Durch die Kooperation gibt famila dem Verband noch mehr Sichtbarkeit. So sollen neue Zielgruppen erreicht, die Bekanntheit gesteigert sowie Verständnis und Wissen vermittelt werden. famila erweitert das Bioland-Sortiment stetig und vermarktet Produkte in Bioland-Qualität auch unter der Qualitätsmarke Biogreno.

Haltungsform-Kennzeichnung

Bei Fleisch bietet die Haltungsform-Kennzeichnung eine schnelle Orientierung für Verbraucher. Es existieren vier Stufen von weniger bis mehr Tierwohl. 1 Stallhaltung, 2 Stallhaltung Plus, 3 Außenklima und 4 Premium.
Stufe 4 entspricht in diesem System dem höchsten Standard.

Tierwohl

Die Initiative Tierwohl, ein Zusammenschluss von Handel, Fleisch- und Landwirtschaft, hat die Haltungsform-Kennzeichnung mitentwickelt. Von ihr werden Landwirte finanziell unterstützt, sobald sie zum Wohl von Nutztieren Maßnahmen umsetzen, die über die gesetzlichen Standards hinausgehen. Produkte aus einem teilnehmenden Betrieb sind mit dem gelben Label der Initiative Tierwohl gekennzeichnet. Landwirte, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen, liefern ihre Tiere ausschließlich an Schlachtbetriebe, die von der Initiative Tierwohl zertifiziert sind.

Haltungsform-Kennzeichnung bei famila

Bei famila-Produkten finden Sie keine Haltungsform-Kennzeichnung, da wir uns entschieden haben, in diesem Bereich auf eigene Konzepte, wie die Uckermärker Rinder, zu setzen (s. u.).

Denn gerade bei sensiblen Themen ist uns ein direkter Kontakt zu unseren Landwirten besonders wichtig – das ist ehrlicher, authentischer und in unseren Augen ein sinnvollerer Weg zu mehr Tierwohl. So müssen wir keine Kompromisse eingehen, haben den vollständigen Überblick über die Haltungsbedingungen und wissen genau, wo unser Fleisch herkommt.

Tierschutzlabel

Mit diesem Label des Deutschen Tierschutzbundes werden Produkte tierischen Ursprungs gekennzeichnet, die für einen höheren Tierschutz als den gesetzlichen stehen. Es umfasst zwei Anforderungsstufen: eine Einstiegsstufe und eine Premiumstufe.

Tierwohl Tierwohl  

Tierschutzlabel bei famila

famila bietet SB-Fleischprodukte von Wiesenhof Privathof mit dem Label „Für mehr Tierschutz“ an. Das bedeutet, dass die Tiere unter tierwohlorientierter Haltung auf zertifizierten Höfen aufwachsen.

Die Einstiegsstufe, die auf den Hähnchenprodukten zu finden ist, steht für ein umfangreicheres Platzangebot durch größere Stallungen und für mehr Beschäftigungsmöglichkeiten, um die Lebensqualität der Tiere zu verbessern. Die Premiumstufe beinhaltet ein noch höheres Platzangebot bzw. einen Außenklimabereich oder andere Auslaufmöglichkeiten.

Kriterien für unsere Privathof-Hähnchen aus Deutschland

  • Frische Luft, Tageslicht und Außenklimabereich
    Durch Auslauf erhalten die Hähnchen Frischluft, durch den Aufenthalt im überdachten
    Wintergarten sind sie natürlichen Witterungseinflüssen ausgesetzt.
  • Mehr Platz und Bewegungsfreiheit
    Die Privathof-Hähnchen haben deutlich mehr Stallfläche zur Verfügung als gesetzlich
    vorgeschrieben. Die maximale Besatzdichte beträgt 15 Tiere/m². Die robuste und
    langsam wachsende Hähnchenrasse hat garantiert mehr Zeit zum Aufwachsen als
    gewöhnlich.
  • Futter
    Das besondere Augenmerk liegt auf einer Fütterung mit 100 % gentechnikfreien Futtermitteln.
  • Strukturiertes Privathof-Stallkonzept
    Strohballen, Picksteine und Rückzugsmöglichkeiten ermöglichen den Tieren unterschiedliche Aktivitäts- und Ruhephasen.
  • Aufzucht zu 100 % in Deutschland
    Bei den Privathof-Hähnchen werden die sogenannten „5 x D“ Kriterien eingehalten: Elterntiere, Brütereien, Aufzucht, Mischfutterwerke sowie die Schlachtung, Verarbeitung und Verpackung erfolgen in Deutschland.
  • Tierhaltung Privathof-Hähnchen
    Die Aufzucht der Privathof-Hähnchen erfüllte schon im Vorfeld die staatliche Haltungsform 3 (Frischluftstall) für Geflügel.
  • Angebotsform der Privathof-Hähnchen
    Verkauf im SB-Kühlregal – verpackt.

Mehr Tierwohl bei famila-Fleisch

Neben den bisher aufgeführten Möglichkeiten erhöhen wir das Tierwohl im Bereich Fleisch zusätzlich durch eigene Maßnahmen. Hier finden Sie eine kurze Auflistung:

  • Die famila-Fleischerei führte Mitte 2013 gemeinsam mit der Firma Westfalenland als
    eines der ersten Handelsunternehmen in Deutschland Tierwohl-Schweinefleisch ein.

  • 2014 hat die famila-Fleischerei gemeinsam mit dem langjährigen Partner BLOCK
    HOUSE ein eigenes Rinderaufzuchtprogramm für regionales/norddeutsches Rindfleisch ins Leben gerufen: In Mecklenburg-Vorpommern ziehen wir junge Uckermärker Färsen in weidebasierter Haltung und Offenställen auf.

  • Eine weitere Steigerung des Tierschutz-Engagements erfolgte 2019: mit den jährlich
    inzwischen 40.000 Strohschweinen pro Jahr von famila und dem Partner Ludwigsluster
    Fleisch- und Wurstspezialitäten (LFW). Aus dem Fleisch werden fast 40 verschiedene Artikel für unsere Fleisch- und Wurstfrischetheke und das SB-Kühlregal produziert.

  • Die famila-Fleischereien bauen ihr Sortiment an Tierwohl-Produkten stetig weiter aus.

Nachfolgend gehen wir detaillierter auf die Uckermärker Rinder und Strohschweine ein.

Rindfleisch aus der Region: Uckermärker Rinder

Produkte aus der Heimat sind gefragter denn je. Deshalb haben wir 2014 mit großem Engagement und gemeinsam mit der BLOCK HOUSE Fleischerei aus Hamburg ein eigenes, regionales Rinderaufzuchtprogramm mit Uckermärker Rindern ins Leben gerufen.

Unsere Entscheidung für die Uckermärker Rinder fiel nach einer intensiven Testphase und sehr guten geschmacklichen Erfahrungen. Benannt wurde das Programm nach der gleichnamigen Landschaft in Brandenburg, da die Rinderrasse vor allem dort und in Mecklenburg-Vorpommern gezüchtet wurde. Mecklenburg-Vorpommern bietet mit seinen großen Weideflächen und der in Deutschland längsten wetterbedingten Weideperiode die besten Voraussetzungen für eine naturnahe regionale Rinderzucht.

Die Uckermärker Rinder gehören zu den jüngeren Fleischrind-Rassen in Deutschland und wurden in den 70er Jahren in der ehemaligen DDR aus Charolais und Simmentaler Fleckvieh gezüchtet. Eine eigenständige Rasse wurden sie erst im Jahr 1992. Nach der Wiedervereinigung waren die robusten und gutmütigen Weiderinder fast ausschließlich bei Liebhabern zu finden. Dank unseres Rinderaufzuchtprogramms erlebt die regionale Rasse einen Aufschwung.

Mehr Platz, frische Luft, Tageslicht und Weidehaltung
Unsere regionalen Uckermärker Rinder dürfen den Großteil des Jahres auf den saftigen Wiesen und Weiden in Mecklenburg-Vorpommern und dem angrenzenden Nord-Brandenburg verbleiben.

Regionale Tieraufzucht in Norddeutschland
Die Kälber wachsen mindestens sechs Monate bei den Mutterkühen in weidebasierter Haltung auf. Während des Winters werden die Tiere in Offenställen mit viel Platz, Stroh und Bewegungsfreiheit aufgezogen. Es steht ihnen doppelt so viel Platz zur Verfügung wie gesetzlich vorgeschrieben. Die ausgewachsenen Färsen (weibliches Rind vor dem ersten Kalben) werden erst nach 20 bis 27 Monaten geschlachtet. Von der Geburt des Tieres bis zur Ladentheke erfolgt eine lückenlose Dokumentation. Der
Transport zum Schlachthof ist auf maximal vier Stunden begrenzt.

Hochwertiges Futter
Die Tiere werden auf saftigen Weiden gehalten und können dort viel Gras und Kräuter fressen. Zusätzlich erhalten sie im Winter natürliche Futtermittel aus regionalem Anbau. Diese bestehen aus Gras, ergänzt durch Gras- und Maissilage, Getreide sowie Raps. Es wird zu 100 % gentechnikfreies Futter aus Norddeutschland eingesetzt. Regionale Futtermühlen sind der Schwerpunkt bei der Futtererzeugung.

Tiergesundheit
Der Gesundheitszustand der Tiere wird ständig durch geschultes Personal kontrolliert, der prophylaktische Einsatz von Antibiotika ist streng verboten. Antibiotika dürfen nur im absoluten Notfall bei Krankheit und ausschließlich durch den behandelnden Tierarzt verabreicht werden.

Uckermärker Rindfleisch-Qualität
Da die Tiere unserer Vertragslandwirte  stressfrei und langsam aufwachsen, ist das Fleisch besonders hochwertig, ausgeprägt marmoriert, zart, aromatisch und saftig.

Tierhaltung Uckermärker Aufzuchtprogramm
Die landwirtschaftlichen Partnerbetriebe im Uckermärker Aufzuchtprogramm entsprechen den Haltungsformen 3 und 4 oder sogar der ökologischen Wirtschaftsweise. Die Heterogenität der 40 Partnerbetriebe erlaubt uns aktuell keine eindeutige Klassifizierung. So können mangels Futterverfügbarkeit beispielsweise nicht alle Betriebe ökologisch wirtschaften. Die Ställe und Vorgaben orientieren sich an den Vorgaben für Haltungsform 3, gehen aber häufig über diese Kriterien hinaus. Auf Soja wird vollständig verzichtet. Die Ställe bieten bereits jetzt mehr Platz als in den Haltungsformen vorgegeben.

Überdurchschnittliche Entlohnung der Landwirte
Eine tierwohlorientierte Haltung ist uns wichtig, darum vergüten wir diese überdurchschnittliche
Leistung der Vertragslandwirte mit einem Preis, der deutlich über dem jeweiligen aktuellen Marktpreis liegt.

Angebotsform des Uckermärker Rindfleischs
Verkauf an der famila Fleischtheke, verpackt im SB-Kühlregal und im Online-Shop.

Fotos: Moritz Mussmann

Strohschweine-Haltung: Ganzheitliches Stallkonzept

TierwohlDie Die Strohschweine-Haltung bietet den Tieren doppelt so viel Platz wie gesetzlich vorgeschrieben, frische Luft, Tageslicht und Stroh. Sie können selbst zwischen Ruhe, Bewegung, Auslauf und Beschäftigung wählen.

Frische Luft, Tageslicht und Auslauf
Ein permanenter Auslauf garantiert den Tieren Frischluft und natürliche Witterungseinflüsse.

Mehr Platz und Bewegungsfreiheit
Unsere Strohschweine haben 100 % mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben.

Futter
Ein großer Teil des Futters für unsere Strohschweine stammt aus dem eigenen Pflanzenbau der Betriebe – zum Beispiel Getreide, Raps oder Ackerbohnen.

Durchdachtes Stallkonzept
Durch getrennte Funktionsbereiche und viel eingestreutes Stroh für die Liegeflächen wird für die Tiere ein deutlich höherer Komfort erreicht.

Beschäftigungswelt für die Tiere
Unsere Tiere erhalten viele Beschäftigungsmaterialien wie Strohballen, Heu oder Holzstämme, Bälle oder Scheuermöglichkeiten.

Aufzucht in Norddeutschland
Die Ferkel kommen zu 100 % aus Deutschland und direkt aus der eigenen Zucht unserer Vertragslandwirte. Der Transportweg zum Schlachthof ist auf maximal vier Stunden begrenzt.

Tiergesundheit und schmerzfreie Eingriffe
Die Kastration der Ferkel findet nur unter Betäubung, Schmerzausschaltung und Nachbehandlung statt. Das Kupieren der Schwänze ist verboten – wir fördern den
Ringelschwanz. Antibiotika dürfen nur im absoluten Notfall bei Krankheit und ausschließlich durch den behandelnden Tierarzt verabreicht werden.

Überdurchschnittliche Entlohnung der Landwirte
Eine tierwohlorientierte Haltung ist uns wichtig, darum vergüten wir diese überdurchschnittliche Leistung der Vertragslandwirte mit einem Preis, der deutlich über dem jeweiligen aktuellen Marktpreis liegt – und das verlässlich mit langfristigen Fünf-Jahres-Verträgen.

Tierhaltung famila-Strohschweine
Unsere Strohschweine-Aufzucht erfüllte schon im Vorfeld die staatliche Tierhaltungskennzeichnung „Auslauf/Weide (Haltungsform 4)“, die ab 01.01.2027 verpflichtend wird. Die Einhaltung der Kriterien wird regelmäßig von einem neutralen Prüfinstitut kontrolliert und von der zuständigen Behörde bestätigt.

Fotos: Frederik Röh

Weitere Kriterien bei famila-Fleisch

Kriterien für unser Biogreno-Rindfleisch

  • Mehr Platz, Luft, Tageslicht und Weidehaltung
    Wann immer möglich, sind die Tiere in der freien Natur. Im Winter werden sie u. a. auf nahen Hofflächen oder in Winterquartieren in Waldnähe versorgt. Den größten Teil des Jahres verbringen sie auf ausgiebigen Umtriebsweiden.
  • Bio-Futter
    Die meiste Zeit grasen die Tiere auf den saftigen Koppeln in freier Natur. Als Ergänzung erhalten sie im Winter Feldgras, Kleegras, Mais als energiereiche Silage, Roggen für Stroh und Kraftfutter – alles 100 % frei von Gentechnik.
  • Aufzucht in Deutschland
    Unser Bio-Qualitäts-Rindfleisch stammt zu 100 % von norddeutschen Rindern der Erzeugergemeinschaften BioPark und Weidehof – diese werden nach den Öko-Richtlinien erzeugt, geschlachtet und verarbeitet. Von der Geburt des Tieres bis zur Ladentheke erfolgt eine lückenlose Dokumentation.
  • Tiergesundheit und schmerzfreie Eingriffe
    Der Gesundheitszustand aller Tiere wird ständig durch geschultes Personal kontrolliert, der prophylaktische Einsatz von Antibiotika ist streng verboten. Eine Enthornung findet nur unter Betäubung, Schmerzausschaltung und Schmerznachbehandlung statt.
  • Qualität Biogreno-Rindfleisch
    Qualität schlägt Quantität – gute Qualität hängt natürlich von der Art der Fütterung und Haltung ab. Eine weidebasierte Haltung und die Zeit beim Aufwachsen spielen bei der Fleischqualität eine entscheidende Rolle.
  • Tierhaltung Biogreno-Rinder
    Die Bio-Aufzucht der Rinder würde schon heute die angedachte neue staatliche Haltungsform 5 (Bio) für Rinder erfüllen.
  • Angebotsform Biogreno-Rindfleisch
    Verkauf im SB-Kühlregal – verpackt.

Kriterien für unser Biogreno-Schweinefleisch

  • Frische Luft, Tageslicht und jede Menge Auslauf
    Für unsere Bio-Schweine gibt es nach der Bio-Verordnung einen Auslauf, der garantiert, dass die Tiere Frischluft und natürliche Witterungseinflüsse genießen können.
  • Platz und Bewegungsfreiheit
    Die Bio-Schweine haben deutlich mehr Platz und können frei wählen, ob sie faul und gemütlich im Stroh liegen oder draußen im Freien die Erde durchwühlen.
  • Bio-Futter
    Das eingesetzte Bio-Futter basiert hauptsächlich auf einheimischem Getreide, Mais sowie Weidegras. Es ist 100 % frei von Gentechnik.
  • Strukturiertes Haltungskonzept
    Bio-Schweine haben ein lebhaftes Erkundungsverhalten, suhlen und scheuern sich gerne ausgiebig. Abgestimmt auf verschiedene Verhaltensweisen und Bedürfnisse wurde ein modernes Stallkonzept entwickelt.
  • Aufzucht in Norddeutschland
    Die Mastbetriebe dürfen nur eigene Ferkel aufziehen oder Ferkel von ökologischen
    Sauenbetrieben zukaufen.
  • Beschäftigungswelt der Bio-Schweine
    Die Bio-Schweine haben viele Beschäftigungsmöglichkeiten, u. a. Strohraufen,
    Presslinge aus Stroh oder Luzerne. Beschäftigungsmaterial für die Tiere ist
    unerlässlich, damit Ferkel und Mastschweine ihrem arttypischen Erkundungsverhalten nachgehen können.
  • Schmerzfreie Eingriffe
    Die Kastration der Ferkel findet nur unter Betäubung, Schmerzausschaltung und
    Schmerznachbehandlung statt. Das Kupieren der Schwänze ist verboten.
  • Tierhaltung Biogreno-Schweine
    Die Bio-Aufzucht der Schweine  erfüllte schon im Vorfeld die staatliche Haltungsform 5
    (Bio) für Schweinefleisch.
  • Angebotsform Bio-Schweinefleisch
    Verkauf im SB-Kühlregal – verpackt.

Kriterien für unser Bio-Geflügel (Hähnchen und Puten) aus Deutschland

  • Frische Luft, Tageslicht und jede Menge Auslauf
    Die Bio-Stallungen bieten viel Platz und natürliches Tageslicht. Der Auslauf lädt dazu
    ein, dass die Bio-Hähnchen und -Puten scharren, im Sand baden und und sich im Freien bewegen können.
  • Mehr Platz und Bewegungsfreiheit
    Das Bio-Geflügel hat fast doppelt so viel Platz wie seine Artgenossen aus der konventionellen Aufzucht: ohne Gedränge, mit Rückzugsmöglichkeiten und viel Bewegungsfreiheit.
  • Bio-Futter
    Das gesamte Bio-Futter stammt vom eigenen Betrieb oder einem Kooperationspartner. Dabei unterliegt das Bio-Futter den strengen Bio-Richtlinien. Das Futter wird ständig geprüft und von externer Stelle zertifiziert.
  • Strukturiertes Haltungskonzept
    Das Bio-Geflügel wird mit viel Leidenschaft von den Landwirten aufgezogen.
    Die Bio-Tiere wachsen in möglichst natürlicher Umgebung auf. Es werden nur Landwirtinnen und Landwirte eingesetzt, die aus Überzeugung für eine bessere Tierhaltung arbeiten. Diese Bio-Höfe garantieren ein Umfeld, das den hohen Naturland-Standards entspricht. Mehr über Naturland erfahren Sie hier.
  • Aufzucht zu 100 % in Deutschland
    Die Küken kommen nach dem Schlüpfen in der Bio-Brüterei direkt auf die Bio-Höfe und werden dort von den Landwirtinnen und Landwirten umsorgt und aufgezogen.
  • Beschäftigungswelt der Bio-Hähnchen und -Puten
    Den Bio-Tieren stehen neben erhöhten Sitzmöglichkeiten viele Bewegungs- und
    Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Im Freien können sie zudem nach
    Gräsern und Insekten picken.
  • Tierhaltung Bio-Hähnchen und -Puten
    Die Aufzucht der Bio-Hähnchen und -Puten erfüllte schon im Vorfeld die staatliche Haltungsform 5 (Bio) für Geflügel.
  • Angebotsform der Bio-Hähnchen und -Puten
    Verkauf im SB-Kühlregal – verpackt.

Kriterien für unsere Kikok-Maishähnchen aus Deutschland

  • Mehr Platz und Bewegungsfreiheit
    Gegenüber der konventionellen Aufzucht haben die Kikok-Maishähnchen deutlich
    mehr Stallfläche zur Verfügung. Es wird eine langsam wachsende Hähnchenrasse
    eingesetzt Mehr über die Haltungskriterien erfahren Sie hier.
  • Maisfütterung
    Der appetitliche, goldgelbe Farbton der Haut entsteht durch mindestens 50 % Maisanteil bei der Fütterung. Nur streng ausgewählte Futtermittelwerke dürfen
    die Kikok-Landwirte beliefern. Mais und Soja im Futter werden zu 100 % ohne Gentechnik hergestellt.
  • Strukturiertes Kikok-Stallkonzept
    Die Kikok-Maishähnchen hocken nicht einfach auf dem Boden im Stall – ihnen stehen
    zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten wie Picksteine, Pellet-Röhrchen, Schaukeln
    und andere Materialien zur Verfügung. Durch diese abwechslungsreiche Umgebung
    und die Rückzugsmöglichkeiten können sich die Tiere gut entwickeln. Kikok-Maishähn-
    chen haben keinen Wintergarten außerhalb des Stalls als Auslauf. Durch mehr Platz und
    den Verbleib im Stall kann eine Aufzucht frei von Antibiotika erfolgen.
  • Aufzucht zu 100 % in Deutschland
    Alle landwirtschaftlichen Partnerbetriebe sind in unmittelbarer Nähe. Die verlässliche
    Herkunft in der Kikok-Brüterei ist gesichert. Schlachtung, Verarbeitung und
    Verpackung erfolgen in Deutschland.
  • Tierhaltung Kikok-Maishähnchen
    Die Kikok-Maishähnchen wurden bislang noch keiner Haltungsstufe zugeordnet.
    Dies liegt u. a. daran, dass die gängige Klassifikation teilweise übererfüllt wird. Kikok-Maishähnchen genießen eine Aufzucht mit klar definierten Haltungsstandards
  • Angebotsform der Kikok-Maishähnchen
    Verkauf an der famila-Fleischtheke.

Kriterien für unsere Markeruper Gänse und Enten

  • Aufzucht der Markeruper Gänse
    Seit 1987 hält Familie Bielfeldt Gänse im Freien auf den Wiesen direkt hinter dem Hof.
    Die Gänse kommen als Ein-Tages-Gänseküken zur Farm und werden dort zunächst in
    einem beheizten, warmen Stall aufgezogen. Gefüttert wird eine heimische Getreidemischung. Die Tiere haben jederzeit Zugang zu frischem Wasser. Nach ca. drei Wochen kommen die Jungtiere das erste Mal auf die frische, grüne Wiese.
  • Aufzucht der Markeruper Barbarie-Enten
    In einigen, wenigen, handverlesenen Partnerbetrieben kommen die Ein-Tages-Entenküken in den großzügigen Stallplatz und werden dort liebevoll umsorgt. Die Ställe für die Enten und Erpel sind speziell für Wassergeflügel ausgestattet – daher können die Tiere ihre Köpfe stets in Wasser tauchen.
  • Fütterung
    Die Gänse werden von Juni bis Dezember mit viel Gras und zusätzlich mit regionalem
    Getreide gefüttert. Die Enten und Erpel erhalten ebenfalls regionales Getreidefutter
    in bester Futterqualität.
  • Die Heimat der Gänse und Enten
    Die traditionsreiche Aufzucht findet in Markerup/Husby im schönen Schleswig-Holstein statt, nur wenige Kilometer von Flensburg und der Ostsee entfernt.
  • Schlachtung und Qualität des Fleisches
    Alle Tiere werden in der eigenen Schlachterei direkt auf dem Hof geschlachtet.
    Durch die direkte Schlachtung, Kühlung, Verpackung und Auszeichnung der Tiere kann das Fleisch in bester und bekannt hochwertiger Qualität den Hof verlassen.
  • Tierhaltung Markeruper Geflügel
    Nach der Schlachtung in der eigenen, bio-zertifizierten EG Hof-Schlachterei werden die Gänse und Enten im althergebrachten Trockenrupfverfahren gerupft, um die Haut nicht zu verändern. Da jeder Gans 12 m² Platz zur Verfügung stehen, dürfen die Gänse sogar die Auszeichnung „Aus bäuerlicher Freilandhaltung“ tragen. Seit über 20 Jahren wird famila mit dieser Spitzenqualität beliefert. Die Marke „Markeruper“ hat es zu Weihnachten zu einer echten Qualitätsmarke gebracht.
  • Angebotsform der Gänse und Enten
    Verkauf im SB-Kühlregal – verpackt.

Kriterien für unser Salzwiesen-Lammfleisch aus Norddeutschland

  • Mehr Platz, Luft und Freiheit
    Die Mutterschafe werden traditionell auf den Salzwiesen und Deichen der schleswig-
    holsteinischen Westküste gehalten. Die Tiere weiden in Freilandhaltung auf den Dei-
    chen und sind immer an der frischen Nordseeluft.
  • Herkunft und Aufzucht zu 100 % an den Nordseedeichen
    Das Deichwiesen-Lammfleisch schmeckt so besonders, da sich die Tiere im Freien fort-
    während bewegen. Dadurch ist das Lammfleisch sehr mager, saftig und zart. Die jun-
    gen Lämmer bekommen in den ersten Monaten ausschließlich Muttermilch und fressen
    später das Gras der Salzwiesen.
  • Hochwertiges Futter von den Nordseedeichen
    Die Tiere fressen die Kräuter und Gräser der Salzwiesen und Marschen auf den Deichen.
    Dies gibt dem Fleisch, zusammen mit der salzhaltigen Nordseeluft, seinen unverwech-
    selbar würzigen, salzigen Geschmack.
  • Qualität Salzwiesen-Lammfleisch
    Das Fleisch der nordfriesischen Salzwiesenlämmer hat absolute Spitzenqualität und ist
    auch in der gehobenen Küche sehr bekannt und beliebt. Die Qualität der Lämmer wird
    über die Grenzen Nordfrieslands hinaus sehr geschätzt.
  • Tierhaltung Salzwiesen-Lammfleisch
    Eigentlich müsste Deichwiesen-Lammfleisch für diese naturnahe Haltung und Fütte-
    rung das „Bio-Siegel“ erhalten. Doch die Salzwiesen und die Landschutzdeiche sind
    keine „landwirtschaftlichen Flächen“ im Sinne des Gesetzgebers und somit nicht
    zertifizierbar.
  • Angebotsform des Salzwiesen-Lammfleischs
    Verkauf an der famila-Fleischtheke.

Kriterien für unser Premium-Lammfleisch aus Schottland

  • Mehr Platz, Luft und Freiheit
    In der traumhaft schönen Landschaft der schottischen Highlands – dem Hochland von
    Schottland – wachsen die Lämmer in Muttertierhaltung auf den saftigen, grünen
    Weiden auf. Die Tiere werden in absoluter Freilandhaltung aufgezogen.
  • Herkunft und Aufzucht zu 100 % Schottland
    Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sichert die Herkunft und Qualität des delikaten,
    schottischen Lammfleischs zu 100 %.
  • Futter der Highlands
    Die Tiere werden zu über 80 % mit Gras- und Weideland-Fütterung aufgezogen. Nur in
    sehr kalten Wintermonaten wird mit anderen heimischen Futtermitteln ergänzt.
  • Schottische Lammfleisch-Qualität
    Das Fleisch der schottischen Lämmer zeichnet sich durch seinen delikaten Geschmack
    aus – die salzige Seeluft rundet das würzige Aroma ab.
  • Tierhaltung schottisches Lammfleisch
    Die blaue Scotch-Lamb-Rosette garantiert Ihnen die Qualität und Herkunft zu 100 %
    aus Schottland. Sie bestätigt, dass das Lammfleisch von hoher Qualität ist und dass die
    Tiere in Schottland geboren, gemästet und geschlachtet wurden. Der schottische Lamb
    Status mit dem gelben PGI-Logo gibt die Garantie, dass es sich um eine „geschützte
    geografische Angabe (g.g.A.)“ handelt.
  • Angebotsform des schottischen Lammfleischs
    Verkauf an der famila-Fleischtheke.

Die Ziele von famila

Indem wir bestimmte Produkte gar nicht oder verstärkt ankaufen, setzen wir uns bereits
seit vielen Jahren dafür ein, die Haltungsbedingungen von Nutztieren nachhaltig zu
verbessern. Auch in Zukunft wollen wir uns nicht mit Mindestanforderungen zufriedengeben, sondern einen deutlich respektvolleren Umgang mit Schweinen, Rindern, Hühnern & Co. fördern.

Wir kommunizieren offen über Tierschutz und zeigen Transparenz beim Einkauf tierischer Produkte. Außerdem fördern wir Maßnahmen für eine tierwohlorientierte
Haltung. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass es immer noch besser geht und arbeiten stetig an uns und unserem Angebot.

Wir pflegen einen intensiven persönlichen Kontakt zu sämtlichen Lieferanten, haben viele langfristige Lieferbeziehungen und hohe Auswahlkriterien. So fordern wir unsere Lieferanten z. B. auf, auf den Einsatz von Affen bei der Ernte von Kokosnüssen für kokosnusshaltige Produkte zu verzichten – ein wichtiger und wesentlicher Schritt im Namen der Tiere. Gegenseitiges Vertrauen bei der Zusammenarbeit ist für uns zwingend erforderlich.

Unsere Kundinnen und Kunden klären wir nicht nur auf unserer Website und den Produktverpackungen auf, sondern z. B. auch in der Zeitschrift „Hier leben“, in der wir immer wieder über Tierwohl-Themen berichten.  Mit „Tierwohl-TV“ planen wir eine Live-Übertragung direkt aus den Ställen bzw. von den Weiden in die Supermärkte. So können Sie direkt beim Einkaufen sehen, woher Ihr Fleisch kommt.

Darüber hinaus bieten wir immer mehr vegetarische und vegane Produkte an, die wir intensiv bewerben, um Nachfrage und Interesse gleichermaßen zu steigern. So greifen auch diejenigen Verbraucher hin und wieder zu, die ihren Fleischkonsum zwar nicht komplett aufgeben, aber reduzieren möchten.

Wir führen über 2.500 vegane Artikel und wurden bereits zweimal von der Albert Schweitzer Stiftung zum „veganfreundlichsten Supermarkt“ gekürt. Auch das Angebot an Bio- und Demeter-Produkten bauen wir weiter aus. In diesem Zusammenhang haben wir kürzlich auch die Bio-Linie der Discountpreis- Marke „Jeden Tag“ ins Sortiment aufgenommen.

Alles in allem ist uns bewusst, dass es gerade im Bereich Tierwohl noch viel zu tun gibt.
Doch wir bewegen uns Schritt für Schritt in die richtige Richtung, ohne Verbraucherinnen und Verbraucher auszuschließen. Durch verstärkte Aufklärungsmaßnahmen tragen wir dazu bei, immer mehr Menschen auf das Thema Tierwohl aufmerksam zu machen und ihnen schmackhafte, preislich faire Alternativen anzubieten. Unseren Kurs wollen wir konsequent beibehalten und freuen uns, wenn Sie diesen Weg mit uns gehen.

Ihr famila-Team

Stand: August 2026