Vor fast genau einem Jahr, am 1. August 2019, startete der Lieferservice der Nordkurier Mediengruppe in Zusammenarbeit mit famila. Ein großer und bedeutender Schritt für den Ausbau der ländlichen Nahversorgung.

Direkt nach der Wende gab es in nahezu jedem kleinen Dorf ein Lebensmittelgeschäft. Dieses war Treffpunkt und soziales Zentrum zugleich. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks und der demografischen Entwicklung hat das Gros dieser Dorfläden die Folgejahre nicht überlebt. Und obwohl das Problem erkannt ist und finanzielle Mittel bereit stehen, um Nahversorgungslücken zu schließen, lässt sich der Trend nicht aufhalten. Schon jetzt ist absehbar, dass in den kommenden Jahren weitere Dorfläden schließen müssen. Zurück bleibt eine meist ältere und immobile Bevölkerung.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat darum den Anstoß für ein besonderes Projekt gegeben: Er setzt sich bereits seit Jahren für die ländliche Nahversorgung ein. Auf der Suche nach einem Lieferdienstleister wandte sich Harry Glawe an die Nordkurier Mediengruppe. Diese wiederum nahm Kontakt zur Bela Wittenhagen auf, die als Großhändler neben den regiebetriebenen famila-Warenhäusern auch rund 700 selbstständige Einzelhändler, Tankstellen und Drogeriemärkte beliefert. „Viele davon befinden sich in dörflichen Strukturen. Das Problem der ländlichen Nahversorgung ist uns nur allzu gut bekannt“, erklärt Bela-Vertriebsleiter Mathias Scheunemann. „Wo es keinen Dorfladen mehr gibt, sinkt die Lebensqualität.“

Synergie deckt Nachfrage
Einzelne famila-Warenhäuser hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen eigenen Lieferdienst, so auch der Markt im Strelapark Stralsund. „Kleine und abgelegene Ortschaften anzufahren, war allerdings für uns kaum machbar“, sagt famila-Warenhausleiter Matthias Winitzki. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Nordkurier haben wir eine tolle Synergie geschaffen und können dank des dichten Liefernetzes, den die Nordkurier Logistik garantiert, eine schnelle Belieferung anbieten. Auch während der Corona-Pandemie waren wir durchgehend lieferfähig.“

Die Zahl der monatlichen Bestellungen hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Geliefert wird das komplette famila-Sortiment: Nährmittel, Getränke und Drogerieartikel sowie Milchprodukte, Fleisch- und Tiefkühlwaren. Für den Transport nutzt famila umweltfreundliche Mehrwegkisten und Kühlakkus. Das Liefergebiet ist seit dem Start sukzessive gewachsen und reicht inzwischen von Stralsund und der Insel Rügen über den Raum Anklam bis nach Ferdinandshof, Torgelow und Ueckermünde in der Haff-Region. Weitere Gebiete sind in Planung.

So geht’s von famila mit der Nordkurier Logistik zum Kunden
Die Bestellungen können telefonisch, per Fax oder E-Mail beim famila-Warenhaus im Strelapark in Stralsund aufgegeben werden. famila-Mitarbeiter stellen die gewünschten Produkte zusammen und übergeben die Bestellungen an die Kollegen der Nordkurier Logistik. Vom Depot in Neubrandenburg aus wird die Ware an die Nordkurier-Standorte verteilt und am nächsten Tag durch die Paketzusteller zugestellt.

Alle Details zum Lieferservice gibt es unter www.famila-nordost.de/stralsund-strelapark oder im famila-Warenhaus im Strelapark.