Ab der nächsten Woche sind in allen 81 Warenhäusern der famila Nordost
zehn Tierwohl-Fleischartikel der Firma Westfleisch erhältlich.
Schon zwei Wochen später kommen sechs SB-Wurst-Artikel der Tierwohl-
Produktion hinzu.

Das neue Sortiment bei famila
Die Firma WestfalenLand Fleischwaren GmbH aus Münster in Westfalen
hat mit der „Aktion Tierwohl“ ein Programm zur Verbesserung der Lebensbedingungen
und des Wohlbefindens von Nutztieren gestartet.
„Wir wollten nicht warten, bis auf europäischer Ebene endlich ein Tierschutz-
Label verabschiedet ist, sondern bieten Verbrauchern, die mehr
für das Wohl der Tiere tun wollen, ohne auf Fleisch und Wurst zu verzichten,
heute schon eine Alternative“ erläutert Westfleisch-
Vertriebsleiter Hubert Kelliger.

famila arbeitet seit Jahren vertrauensvoll mit dem Lieferanten WestfalenLand
zusammen und war gern bereit, diese Tierwohl-Artikel ins
Programm aufzunehmen. „Verbesserte Aufzuchtbedingungen sind nicht
nur gut für die Tiere, sondern auch für die Qualität der Produkte“, betont
Uwe Holst, zuständig für den Fleischeinkauf bei famila. „Die Kunden
sind beim Kauf von Fleisch- und Wurstartikeln sehr preissensibel.
Tierwohl gibt es natürlich nicht zum Nulltarif, aber die Produkte sind
deutlich günstiger als die Bio-Alternative. Wir sind überzeugt, dass unsere
Kundschaft dieses wirklich gute Sortiment annimmt, so dass das
Programm weiter ausgebaut werden kann. Daher haben wir auch
gleich eine Listung in allen Häusern vorgenommen.“ Der Preis für die
Tierwohl-Artikel liegt um rund 8 bis 10 % höher als für konventionelle
Produkte. Der etwas höhere Preis geht fast ausschließlich an die beteiligten
Landwirte, die sich für die Mitarbeit in dem anspruchsvollen
Programm qualifiziert haben.

Das Tierwohl-Konzept
Die Aktion Tierwohl ist kein Tierschutzprogramm im Sinne vieler Fachorganisationen.
Das Tierwohl-Programm ist ein Einstieg und wird ständig
weiter entwickelt. Die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe,
Westfleisch und famila sorgen dafür, dass sich das Wohlergehen der
Tiere gegenüber den derzeitigen gesetzlichen Standards weiter verbessert.

Dies betrifft unter anderem die Haltungsbedingungen im Stall, die
Wasserversorgung, die Fütterung, die Transportzeiten, die tierärztliche
Versorgung sowie die Unterbringung der Muttertiere. Auch der Verzicht
auf die Kastration männlicher Ferkel ist Teil dieses Programms. Um alle
diese Standards zu verbessern, sind aufwendige Mehrarbeiten und Prüfungen
notwendig. Die meist von Familien seit Generationen geführten
landwirtschaftlichen Betriebe verfügen über die dazu notwendige Größe
und technische Ausstattung, um dies auch wirtschaftlich leisten zu
können.

Ein detaillierter Vergleich der Merkmale zwischen der Aktion Tierwohl
und den gesetzlichen Anforderungen ist im Internet unter www.aktiontierwohl.
de zu finden. Kontrolliert werden die definierten Standards
durch unabhängige Institute und amtliche Fachleute.

Aufklärung der Verbraucher notwendig

famila wird das neue Tierwohl-Sortiment regelmäßig intensiv bewerben
und mit Flyern und Plakaten in den Märkten über das Programm aufklären.
„Fakt ist, dass sich viele Kunden einen verbesserten Umgang
mit den Tieren in der Aufzucht wünschen. Wir bieten mit diesem Programm
von WestfalenLand eine echte Alternative“ so Uwe Holst weiter.
„Wenn die aufgeklärten Verbraucher dieses neue Angebot wahrnehmen,
sind wir in Sachen Tierschutz in der Nutztierhaltung auf jeden
Fall einen großen Schritt weiter. Wir werden dieses Sortiment stetig
weiter ausbauen.“

PDF-Download