Pfirsich

 

In China sind Pfirsiche das Symbol für Unsterblichkeit. Hierzulande sind sie die Frucht des Sommers. Ihr Duft, Ihre samtige Schale und der leckere Saft sind betörend.

Wunderschön rosa blühende, wilde Pfirsichbäume wachsen noch heute in vielen Regionen Chinas – ein Beleg für die ursprüngliche Heimat der Pfirsiche. Die Früchte dieser krummen und niedrigen Bäume haben jedoch wenig mit den Pfirsichen gemein, die heute im Handel zu finden sind. Sie besitzen einen großen Kern und wenig Fruchtfleisch – das allerdings hocharomatisch sein soll. Von diesen wilden Pfirsichbäumen Chinas stammen alle Pfirsichsorten ab, die heute weltweit kultiviert werden.

Gelb, orange und rot
Man kennt heute eine beinahe unüberschaubare Anzahl von Pfirsichsorten. Sie werden in Regionen angebaut, in denen es viel Wärme und Sonne gibt und im Winter einige Frosttage. Die benötigen Pfirsichbäume, um blühen zu können. Weißfleischige Pfirsiche haben meistens mehr Aroma als gelbe und rote Sorten. Letztere hingegen enthalten mehr gesunde Pflanzenfarbstoffe, die Anthocyane. Erkennungsmerkmale aller Pfirsiche sind die Längsfurche, der vertiefte Stielansatz und die samtige Schale. Zwei beliebte Varianten des Pfirsichs sind der Wilde Pfirsich, auch als Plattpfirsich bezeichnet, mit fast weißem Fruchtfleisch, kleinerem Kern, weniger Säure und mehr Süße sowie die Nektarine mit glatter Haut und besonders saftigem Fruchtfleisch.

Gesunde Saftkugel für gute Laune
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – in Pfirsichen stecken jede Menge Stoffe, die die Gesundheit und das Wohlbefinden steigern. Die Universalgelehrte Hildegard von Bingen empfahl unreife Pfirsiche zur äußerlichen Behandlung von tränenden Augen, Kopfschmerzen und Gicht. Pfirsiche stärken das Immun- und das Herz-Kreislauf-System, wirken entwässernd, sorgen für gute Laune und vertreiben Unruhe und Nervosität.

Tipps

Kein persischer Apfel
Der Name „Pfirsich“ kommt wahrscheinlich vom lateinischen „Prunus persica“ für „persischer Apfel“. Doch damit lagen die alten Römer nicht richtig. Die Heimat der Pfirsiche liegt in China.

Die Sache mit dem Stein
Pfirsiche werden nach der Farbe unterteilt und danach, wie leicht sich der Stein vom Fruchtfleisch löst. Es gibt schwer lösende, meist frühere Sorten und solche, die sich ganz einfach vom Stein lösen lassen.

Roter Weinbergpfirsich
Besonders beliebt ist in den vergangenen Jahren der Rote Weinbergpfirsich geworden – zwar nicht besonders süß, dafür aber mit ausgezeichnetem Aroma.

Persipan und Blausäure
Pfirsichkerne werden zur Herstellung des marzipanähnlichen Persipans verwendet. Die giftige Blausäure beziehungsweise dessen Vorstufe Amygdalin wird der Persipanmasse vor der Weiterverarbeitung entzogen.