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Bald leuchtet es auf vielen Feldern wieder sattgelb: Der Raps steht in voller Blüte.  Auf dem Osterhof im nordfriesischen Galmsbüll wird die Schotenfrucht nach den Richtlinien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft angebaut. Hier entsteht auch das hochwertige Levoos Rapsöl.

Foto(s): Henrik Matzen
Text: Inke Pohl

Von Galmsbüll in Nordfriesland bis zur Nordsee sind es nur ein paar Kilometer. Zu sehen und zu hören ist das Meer zwar nicht, aber zu spüren, denn die Luft hier ist besonders klar und frisch. Und es gibt noch einen Vorteil: „Wir haben überwiegend Westwind, der direkt von der Nordsee kommt, und so geraten kaum Schädlinge über die Luft zu uns“, erklärt Dag Frerichs. Er ist für die ökologische Landwirtschaft auf dem Osterhof zuständig. Der Hof wird schon seit acht Generationen von der Familie Jessen betrieben. Ressourcenschonender Umgang und Wirtschaften im Einklang mit der Natur stehen dabei immer im Fokus des Handelns.

Demeter-Siegel garantiert beste Bioqualität
Seit 2014 wirtschaftet der Betrieb nach Demeter-Richtlinien, für den Ackerbau stehen insgesamt 600 Hektar zur Verfügung. Auf einem kleinen Teil der Fläche wächst Raps, der im Frühjahr so herrlich blüht und im Spätsommer reif für die Ernte ist. Die schweren Marschböden, Wind und Regen sind zwar
eine Herausforderung, vor allem, wenn es um den perfekten Zeitpunkt fürs Dreschen geht. Aber mit dem Ertrag war Dag Frerichs bisher sehr zufrieden: „Im vergangenen Jahr waren es pro Hektar durchschnittlich 3,4 Tonnen.“

Die kleinen, dunklen und kugelrunden Samen enthalten mindestens 40 Prozent Öl und sind vor allem in Bioqualität begehrte Ware, beispielsweise für die Naturkosmetik und natürlich als wertvoller Bestandteil der Lebensmittelherstellung. Ein echtes Premiumprodukt wird direkt hier produziert: Das kaltgepresste und ungefilterte Levoos-Rapsöl mit dem charakteristisch herb-nussigen Geschmack eignet sich hervorragend für Dips und Salate. „Manche nehmen es auch als Ersatz für Butter direkt aufs Brot“, weiß Drag Frerichs. Levoos ist übrigens die Abkürzung für „Lebensmittel vom Osterhof“.

Mit Partnern aus der Region
Gepresst wird derzeit noch bei einem befreundeten Betrieb in Nordrhein-Westfalen, aber die Anschaffung einer eigenen Ölmühle ist schon geplant. Jede Charge wird von einem externen Lebensmittellabor streng geprüft. Alle weiteren Produktionsschritte finden in der Region statt: Für das Abfüllen und Etikettieren sind Menschen mit Assistenzbedarf in den Mürwiker Werkstätten im benachbarten Niebüll zuständig, der Lieferant für die dunkelgrünen schlanken Flaschen sitzt in Kiel, und die Verpackungskartons kommen aus Flensburg. Die Zusammenarbeit mache richtig Spaß, so Dag Frerichs: „Es fühlt sich gut an, dass ein so hochwertiges Produkt von hier kommt.“

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Erhältlich bei famila in Schleswig-Holstein, Hamburg,
Niedersachsen und in Bielefeld.