Header_Nordseemilch

Foto(s): Henrik Matzen
Text: Andrea Schmidt

In Witzwort an der schleswig-holsteinischen Westküste wird seit mehr als 100 Jahren frische Milch produziert. Die dortige Genossenschaftsmeierei NordseeMilch arbeitet eng mit den Landwirten zusammen und hat das Wohl der Kühe im Blick. Wir durften in Begleitung von Vertriebsleiter Volker Lohse in die Produktion schauen.

Witzwort liegt bei Husum, mitten im Marschland. Zwischen den grünen Wiesen mit grasenden Kühen ragen die Edelstahltürme der Meierei NordseeMilch in die Höhe. Ein passender und idyllischer Ort, um frische Produkte wie Schlemmersahne, Bio-Milch, Tierwohl-Milch und den Joghurt „Traum von Eiderstedt“ zu produzieren. Die Milch wird per Lkw angeliefert und dann separiert, mikrofiltriert und homogenisiert. Außerdem wird sie für die Haltbarkeit pasteurisiert, also für 15 Sekunden auf mindestens 72 Grad erhitzt. Dies ist gesetzlich so vorgeschrieben. In der Schaltwarte vom Maschinenraum werden alle Abläufe der Milchverarbeitung auf vielen Monitoren überwacht. In der Abfüllhalle rattert es an den Fließbändern, „tanzende“ Greifarme transportieren Milchkartons und setzen sie auf Paletten. Die frischen Milchprodukte gelangen anschließend in Kühltransportern zu den Kunden.

Ständige Qualitätskontrollen
Das Team im Labor prüft sowohl die Rohmilch als auch die fertigen Produkte. Es geht unter anderem um den deklarierten Fettgehalt, um den pH-Wert, aber auch – ganz wichtig – um die Sensorik, also darum, ob die Milch gut aussieht, gut riecht und gut schmeckt. „Wer hier im Labor arbeitet, muss Milch mögen“, erzählt Laborleiterin Henrike Saxen und lächelt.

In Witzwort kommen verschiedene Milchsorten an, die getrennt gesammelt, gelagert und verarbeitet werden. „Die Tierwohl-Milch und die Bio-Milch haben die höchsten Stufen der Tierhaltung, die Haltungsform 4“, erklärt Vertriebsleiter Volker Lohse. „Das Wohl der Kühe liegt uns am Herzen. Und auch für das Tierfutter gibt es gemeinsame Vorgaben für unsere Landwirte. Sie dürfen ausschließlich Futtermittel ohne Gentechnik verwenden.“

Enge Zusammenarbeit mit Landwirten
Die Meierei, die viele vielleicht noch unter dem Namen Osterhusumer Meierei Witzwort kennen, entwickelt sich immer weiter. Mittlerweile bietet sie mehr als 110 Menschen einen Arbeitsplatz. Zu den 221 Landwirten, deren Milch hier verarbeitet wird, besteht ein enger Kontakt. In den Gesprächen geht es nicht nur um den Milchauszahlungspreis, der zurzeit hoch ist – für die Landwirte also eine gute Entwicklung –, sondern auch um die Zukunft der Genossenschaftsmeierei: „Wir wollen noch um etwa zehn Prozent wachsen und dann 300 Millionen Kilogramm Rohmilch im Jahr verarbeiten“, sagt Volker Lohse. Eine Richtung ist dabei klar: Gute Qualität steht immer an erster Stelle.

Erhältlich in vielen famila-Warenhäusern.