Femeg
Aus den Weltmeeren nach Mecklenburg
Das Familienunternehmen Femeg liefert aus dem mecklenburgischen Rehna seine Produkte nach ganz Deutschland und in sechs Nachbarländer. Zum Sortiment gehören naturbelassene Filets ebenso wie Convenience-Erzeugnisse von 30 Fischarten – darunter auch neun leckere Produkte für die Qualitätsmarke Hofgut.
Im kleinen Ort Rehna in Mecklen- burg-Vorpommern gibt es nicht nur hochwertigen Fisch und leckere Fischspezialitäten, sondern auch jede Menge Fachwissen. „Als einer der Pioniere in der Fischverarbeitung setzen wir auf bestandserhaltende Fischerei und nachhaltige Fischzucht“, sagt Marketingleiter Stefan Drewes (links auf dem Foto mit Vertriebsleiter Dirk Kallies). „Herkunft und Transparenz sind uns wichtig, sowohl bei der internationalen Rohware als auch bei der regionalen Verarbeitung.“ Der Weg jedes Fisches ist bei Femeg rückverfolgbar – vom Fang auf hoher See bis ins Supermarktregal. Dafür sorgt ein spezielles Codierungssystem, das bereits seit 2013 auf jede Verpackung gedruckt wird. Die sogenannte LOS-Nummer steht meist neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum und verweist auf eines der weltweiten Fischfanggebiete.
Zertifizierte Bestände
„Das Fanggebiet gehört zu den wichtigsten Informationen für die Beurtei- lung eines Fischprodukts“, erläutert Stefan Drewes. „Da viele Fische in festen Regionen leben, sprechen wir nicht nur über Fischarten, sondern über eine bestimmte Fischart in einem genau definierten Gebiet.“ Das ist der sogenannte Bestand, um den es bei der Frage nach einer bestandserhaltenden Fischerei geht. „So kann der Kabeljaubestand in der Barentssee im Nordost- atlantik in sehr gutem Zustand sein, während der Kabeljau in der Nordsee noch nicht ausreichend nachwächst“, erklärt Stefan Drewes. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich hier also für einen MSC-zertifizierten Kabeljau aus dem Nordostatlantik mit dem Subfanggebiet Barentssee entscheiden.“ Das Kürzel MSC steht für den Marine Stewardship Council. Das ist eine gemeinnützige Organisation, die ein Zertifizierungsprogramm für Fischereien entwickelt hat.
Hohe Qualitätsstandards
Das Familienunternehmen Femeg wurde 1990 in Bargteheide bei Hamburg von Günter Fülbier gegründet. Seitdem hat sich die Firma zu einer führenden Marke für tiefgekühlte Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten entwickelt. Der Unternehmensstandort in Rehna hat 2009 den Betrieb aufgenommen. Ein 60-köpfiges Team verarbeitet an modernen Anlagen bis zu 10.000 Tonnen Fisch pro Jahr zu naturbelassenen Filets und Convenience-Produkten. Seit 2024 ist eine große Photovoltaikanlage am Netz, die etwa 33 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Standorts deckt. Insbesondere für das große Tiefkühllager und die Produktion wird viel Strom benötigt. Vom Lager aus gelangt der Fisch über Förderbänder zu den gewünschten Verarbei- tungsstraßen. Je nach Zubereitung werden die Produkte mehliert, paniert, gefüllt, mit einem Topping versehen, gebacken und schließlich verpackt. Mit geübten Griffen legen zwei Mitarbeiter die fertigen Fischfilets in vorbereitete Pappschachteln, die aufgeklappt auf einem Band an ihnen vor- beifahren. Wenn die Schachteln später über die Waage laufen, müssen exakt 250 Gramm angezeigt werden. Bei Abweichungen werden die Schachteln automatisch vom Fließband per Druckluft aussortiert. Ob Fisch, Mehl, Rapsöl oder Paniermehl: Alle angelieferten Waren werden kontrolliert und untersucht. Dafür ist Christian Raabe aus dem Qualitätssicherungsteam mitverantwortlich. „Hier prüfen wir die Ware auf Optik, Geruch und Geschmack und checken, ob sie den hohen Anforderungen entspricht.“ Auch die Zertifi- zierungen müssen vorliegen. „Unsere Seefische tragen das MSC-Siegel. Für die Zuchtfische setzen wir auf das ASC- Gütesiegel oder auch auf Bio-Fisch.“
Trends und Kundengeschmack
Seit 36 Jahren steht Femeg als regionales Unternehmen für höchste Qualität und immer neue Ideen für tiefgekühlte Fischspezialitäten. „Wir produzieren internationale Fischtrends ebenso wie die Klassiker der Fischküche“, sagt Vertriebsleiter Dirk Kallies. „Dabei setzen wir eher auf eine ausgewogene Vielfalt statt auf eine große Produktpalette.“ Den neuesten Trends und dem sich wandelnden Kundengeschmack spüren drei Produktentwickler im Unternehmen nach. „Ein Trend ist ganz klar die Kombination aus Fisch und Gemüse“, sagt Marketingleiter Stefan Drewes. Das sind Produkte, bei denen Fisch zum Beispiel mit frischem Brokkoli oder mit Kartoffeln kombiniert wird. Auch die Klassiker sind nach wie vor beliebt. Rotbarsch oder Wildlachs, Scholle oder Zander, Regenbogenforelle oder Thunfisch: Von Femeg gibt es alles in bester Qualität.
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