Zamek Frischdienst

Der Seefischhafen in Kiel hat Tradition. 1948 nahm er seinen Betrieb auf. Aufzeichnungen zufolge wurden im Jahr 1960 stolze 43.000 Tonnen Fisch angelandet, rund 4.000 Menschen fanden damals in Fischfang und –verarbeitung Beschäftigung. Fisch vom Kutter gibt es hier heute nicht mehr, Fisch verarbeitende Betriebe mit Sinn für Tradition und Handwerk sehr wohl. In der Wischhofstraße fertigt die Firma Zamek Frischdienst seit über 25 Jahren Delikatessen aus feinsten Zutaten. Alles in bester Handarbeit.

„Heino Kiel“ und seine drei Powerfrauen
Wenn Firmeninhaber Heinrich Brüggmann und seine Frau Renate durch die vielseitige Produktliste blättern, funkeln ihre Augen, als würden sie gemeinsam das Familienalbum ansehen. Und ein bisschen ist es auch so. Denn hinter jeder Rezeptur steht eine persönliche Erinnerung. „Weißt du noch, unsere Cocktailsoße mit Marzipan?“, lacht Heinrich Brüggmann. „Ja, oder unser Laboer Fischerfrühstück mit Gurken, Honig und Räucherlachs“, schwärmt Renate Brüggmann. Seit 45 Jahren sind die beiden verheiratet, und seit 45 Jahren verbindet sie das Thema Fisch. Mit 18 hatte Heinrich Brüggmann, weithin als „Heino Kiel“ bekannt, als Fahrer in einem Fischfeinkostbetrieb angefangen, heute leitet er den eigenen Betrieb. An seiner Seite stehen seine Frau, seine Tochter Martina und bereits die Enkeltochter Alina. Auf seine Powerfrauen ist Heino Kiel mindestens so stolz wie auf seine Feinschmeckersalate. Auch das verrät das Funkeln in seinen Augen.

Von Hand geschnippelt, mariniert und gerührt
In der hauseigenen Manufaktur sorgen vier Mitarbeiter für die sorgfältige Verarbeitung des hochwertigen Fischs zu Delikatessen und besonderen Salaten. Nichts ist hier dem Zufall überlassen und schon gar nicht der Automatisierung. Jeder Apfel, jede Zwiebel („Die roten müssen es sein“, betont Renate Brüggmann) wird mit der Hand zerkleinert. Alle Zutaten werden sorgfältig abgewogen und verrührt. Mancher Fisch wird in hauseigenen Marinaden verfeinert. Auch das Befüllen und das Etikettieren der Verkaufsbehälter geschieht von Hand. 160 Sorten feinster Salate stehen mittlerweile auf der „Hitliste“, ganz oben dabei sind der Kieler-Förde-Cocktail mit Heringshappen und Krabbenfleisch, der Matrosensalat und der Eiersalat mit Räucherlachs. Hitverdächtig auch der Krabbensalat in feiner Mayonnaisetunke nach eigenem (Geheim-)Rezept. „Das Schönste ist das Verfeinern“, sagt Heinrich Brüggmann. Und da ist es wieder – dieses Funkeln in seinen Augen.

Erhältlich überall bei famila im „frisch & fein“-Sortiment an der Käsetheke.