Header_Weinbergpfirsiche

Foto(s): Frederik Röh/ Henrik Matzen
Text: Kerstin Schmidtfrerick

Auf den ersten Blick mag diese Frucht vielleicht etwas mickrig erscheinen. Sie sieht im Vergleich zum kugelrunden Pfirsich ein bisschen eingedrückt aus und ist ein Stückchen kleiner. Doch man sollte sich vom knubbeligen Äußeren der Weinbergpfirsiche auf keinen Fall täuschen lassen. Diese Pfirsichsorte ist äußerst aromatisch und herrlich saftig. Das Fruchtfleisch ist meist tiefrot, kann aber auch ins Weißliche variieren. Vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten warten darauf, ausprobiert zu werden.

Zwischen den Reben
Die Römer brachten die Weinbergpfirsiche zusammen mit Rebstöcken nach Deutschland. Bis heute wachsen sie entlang der sonnigen Weinhänge im Moseltal und sind dort prägender Teil der Kulturlandschaft. Im Frühjahr bringen die Bäumchen mit ihren leuchtend altrosa Blüten Touristen wie Einheimische ins Schwärmen. Das Pfirsichblütenfest ist ebenso wie das Pfirsichfest im Herbst ein Publikumsmagnet. Im Handel sind ausschließlich
Weinbergpfirsiche aus Spanien der Sorte Paraguayos erhältlich. Ab Ende Mai liegen sie bereit.

Sommer der Weinbergpfirsiche
Die moselländische Küche verarbeitet die Früchte gern zu Aufstrichen und Likör, zu Eis und Obstbrand. Eingelegte Weinbergpfirsiche und Fruchtmus sind lecker als Dessert, in Smoothies und Joghurts. Ihr knalliges Rot bringt Farbe in jedes Gericht. Sie passen auch zu herzhaften Gerichten wie Rucola und Schinken. Eine leckere Alternative sind gegrillte Weinbergpfirsiche auf Spießen mit Hähnchenbrustfilet und Zwiebeln. Die Saison hat gerade erst begonnen – viel Zeit, um alle Rezepte auszuprobieren!

Tipps

Dufte
Noch feste Weinbergpfirsiche reifen bei Zimmertemperatur in wenigen Tagen nach und duften dann verführerisch.

Rein in den Topf
Geschält und in Stücke geschnitten: So werden Weinbergpfirsiche zur leckeren Zutat im Rumtopf.

Tipp zum Schälen
Die dünne Schale lässt sich leicht abziehen, wenn die Früchte kurz mit heißem Wasser überbrüht und abgeschreckt werden.