Header_Trauben

Foto(s): Frederik Röh/ Henrik Matzen
Text: Kerstin Schmidtfrerick

Nach einem ungewöhnlich kalten April waren die Weinreben im Frühjahr gut drei Wochen hinter ihrer normalen Entwicklung. Die Weinbauern befürchteten eine verspätete Lese. Doch die Sommersonne hat alles wieder wettgemacht, und jetzt im September ist die Ernte in den Weinbergen in vollem Gange. Die Trauben sind vollreif, knackig im Biss, saftig und süß. Ihr Fruchtzucker kann vom Körper blitzschnell verwertet werden. Müdigkeit verfliegt. Verbrauchte Energie kehrt zurück.

Tafel und Kelter
Weinstöcke gehören zu den ältesten Kulturpflanzen. Die alten Ägypter hielten sie bereits vor mehr als 6.000 Jahren in ihren Bildern fest. Ebenso alt ist die Unterteilung in Tafeltrauben zum Verzehr und Keltertrauben für Wein. Rund 80 Prozent der weltweit angebauten Trauben gehen in die  Weinherstellung. In den Obstabteilungen liegen Tafeltrauben. Sie sind größer und haben eine dünnere Schale als die Keltertrauben. Besonders beliebt bei Fans heller  Trauben ist die süßliche Sorte Italia mit bernsteingelben, großen Früchten und knackigem Fruchtfleisch. Wer rote Trauben mag, findet in der besonders aromatischen, ebenfalls großfruchtigen Sorte Palieri einen köstlichen Vertreter dieser Traubengruppe.

Die Sache mit den Kernen
Eigentlich besitzen alle Trauben Kerne. Sie wurden bei vielen Sorten weggezüchtet, weil sich die Verbraucher kernlose, süße Trauben wünschen. Ernährungsexperten raten hingegen zu Sorten mit Kernen wie Italia und Palieri, denn auch in den Kernen stecken tolle Stoffe. Sie sind  entzündungshemmend, gefäßschützend und fördern die Durchblutung. Damit der Körper sie nutzen kann, sollte man die Kerne im Idealfall mit zerkauen.

Tipps

Saison am Mittelmeer
Etwa bis November können im mediterranen Raum Trauben geerntet werden.

Schutzschicht
Die dünne weißliche Schicht auf den Früchten, der sogenannte Duftfilm, bewahrt die Trauben vor dem Austrocknen. Erst kurz vor dem Verzehr abspülen.