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Foto(s): Frederik Röh/ Henrik Matzen
Text: Kerstin Schmidtfrerick

Frisch ist er gut. Aber getrocknet ist das Aroma von Thymian noch kräftiger. Den stärksten Geschmack entwickelt das Mittelmeerkraut beim Kochen. Die Zweige köcheln im klassischen Gemüseeintopf Ratatouille und in der Bolognesesoße, sie schmecken zu Auberginen, Zucchini und Tomaten. Thymian passt zu Nudeln, Gnocchi und gegrilltem Fisch. Das Würzkraut macht sich aber auch in Erfrischungsgetränken wie Zitronenlimonade oder ganz schlicht in Mineralwasser gut. Für einen gemütlichen Grillabend sei Kirsch-Eistee mit Thymian zu empfehlen – wer mag, mixt etwas Gin hinein.

Heilendes Gewürzkraut
Es ist schwer zu sagen, ob Thymian zuerst als Gewürzkraut oder wirksames Heilkraut genutzt wurde. In beiden Disziplinen ist das hellrosa blühende Kraut brillant. Die alten Griechen sollen die reinigende und antiseptische Wirkung des Thymians als Räucherware und Tee genutzt haben. Zudem behandelten sie Atemwegserkrankungen sowie Magen-Darm-Beschwerden mit dem grünen Kraut. Nichts spricht dagegen, dass sie es auch zur Zubereitung von Fisch- und Fleischgerichten verwendeten. In Deutschland ist Thymian seit dem Mittelalter ein verbreitetes Heilmittel.

Duft der Sommerküche
Aroma und Wirkung von Thymian beruhen auf den natürlichen ätherischen Ölen. Sie werden von der Pflanze nachts produziert und bilden tagsüber eine Art Schutzschild, um zu verhindern, dass die Pflanze an heißen Tagen zu viel Wasser verdunstet. Die Duftöle haben Thymian zu einem der beliebtesten Gewürze gemacht. Sein wunderbares Aroma ist Bestandteil von Gewürzmischungen und passt zu vielen Gerichten. In der leichten Sommerküche mit viel Gemüse darf Thymian nicht fehlen.

Tipps

Schweres wird leicht
Thymian wirkt verdauungsfördernd und macht Speisen bekömmlicher.

Bunt gemischt
Thymian ist Bestandteil der Gewürzmischungen Fines Herbes, Bouquet garni und Herbes de Provence.

Gut getrocknet
Thymian als ganze Zweige trocknen und bei Bedarf die Blättchen abstreifen.