Rote Johannisbeeren

Was wäre eine rote Grütze ohne rote Johannisbeeren? Sie bringen Farbe, Säure und frisches Beerenaroma mit. Ein Hoch auf diese kleinen Beeren, deren Saison kurz ist.

Rote Johannisbeeren werden Ende Juni reif, um den Johannistag am 24. des Monats. So kamen diese kleinen, kugeligen Beeren an herabhängenden Trauben zu ihrem Namen. Johannisbeeren können rot, weiß, schwarz und rosa sein. Wir widmen uns diesmal den roten Früchtchen, von denen manch einer sagt, sie seien sauer. Auf jeden Fall sind sie gesund und im Nachtisch einfach wunderbar sommerlich.

Ihnen wird ein bisschen Unrecht getan. In vielen Küchen fristen die roten Johannisbeeren eher ein Schattendasein. Zwar sind sie innerhalb der Familie der Stachelbeergewächse noch die beliebtesten vor den weißen und den schwarzen Johannisbeergeschwistern. Doch auch die roten Früchtchen haben in Nachtischen, Konfitüren und Kuchenbelägen stets die Rolle der dezenten Begleiter. Dabei sind es gerade die Johannisbeeren, die stets für eine gute Portion Geschmack und noch mehr Gesundheit sorgen.

Die gesunden Ahlbeeren
Die Ahlbeeren, wie Johannisbeeren in Norddeutschland auch genannt werden, sind reich an Vitamin C sowie wichtigen Mineral- und Ballaststoffen. Rote Johannisbeeren punkten vor allem mit hohen Gehalten an Kalium und Kalzium. Damit können sie gegen Erkältungskrankheiten und Magen-Darm- Verstimmungen helfen. Sie verbessern den gesamten Stoffwechsel und sollen die Nervenkraft stärken. Die Heilkunde nutzt außerdem die Blätter der Johannisbeersträucher.

Die Geschwister
Im Handel sind sie seltener zu finden, aber es gibt sie: Weiße Johannisbeeren mit ihrer durchscheinenden Haut sind weniger sauer. Schwarze Johannisbeeren haben einen charakteristischen, kräftigen Geschmack und einen würzigen Duft. Ihr enormer Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalium und Anthocyanen, den dunklen Pflanzenfarbstoffen, toppt so manches andere Obst um Längen. Ob schwarz, weiß oder rot: Johannisbeeren gehören botanisch gesehen zur Gattung Ribes, was so viel bedeutet wie „sauer schmeckende Pflanze“. Der Name ist also Programm. Und wir merken uns: Johannisbeeren sind ein herrlich erfrischender Sommerstar für allerlei Süßspeisen.

Tipps

Kurze Zeit
Die Saison der Johannisbeeren ist kurz, und auch beim Genuss ist Eile geboten. Die Beeren werden per Hand vollreif geerntet und sind entsprechend druckempfindlich. Deshalb sollten sie nicht lange gelagert, sondern rasch gegessen werden.

Gabel als Hilfe
Johannisbeeren kann man mit den Fingern von den Rispen zupfen oder mit einer Gabel „abstrippen“. Erst direkt vor der Verarbeitung kurz abbrausen und abtropfen lassen.

Beeren für den Winter
Johannisbeeren lassen sich gut zu Konfitüren, Gelees und Saft verarbeiten. Außerdem können sie problemlos eingefroren werden und liefern dann auch außerhalb der Saison auf die Schnelle kleine Portionen sommerlichen Aromas.