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Einfach miteinander schnacken – Er liebt Produkte, die eine Geschichte erzählen und die regionale Wertschöpfung stärken. Ulf Hennings, Warenbereichsleiter Food und Backwaren bei famila, macht sich deshalb für Lieferanten aus der Nachbarschaft stark. Er ermutigt im Interview kleine Produzenten, sich an die famila-Warenhäuser oder auch direkt an ihn zu wenden.

Herr Hennings, warum sind Ihnen die regionalen Produkte im Sortiment von famila besonders wichtig?
Da spielen mehrere Aspekte hinein. Regionale Produkte haben fast immer eine spannende Geschichte. Wenn man weiß, welcher Lieferant dahintersteckt, wenn man die Passion für die Produkte spürt und ganz genau weiß, woher die Zutaten stammen, dann sorgt das einfach für ein gutes (Kauf-)Gefühl. Außerdem entsteht vor Ort eine Wertschöpfungskette, an der letztlich Arbeitsplätze hängen. Das Geld bleibt in der Region, die Region wird gestärkt. Auch unter Nachhaltigkeitsaspekten, zum Beispiel aufgrund kurzer Transportwege, sollten wir alle dies beim Einkaufen besonders im Blick behalten.

Können Sie ein Beispiel nennen?
Na klar! Gerade gestern telefonierte ich mit Uwe Wiethaup von „Extrawürste“, einem richtig guten Imbiss in der Holtenauer Straße in Kiel. Solche Läden wurden vom Lockdown hart getroffen. Mir tut das richtig leid für die kleinen Betriebe, die hochwertige regionale Produkte erzeugen. Wir möchten ihnen Unterstützung zukommen lassen und das tun, was uns möglich ist – in diesem Fall gibt es die Chutneys von „Extrawürste“ in vielen famila-Warenhäusern.

So mancher kleine Hersteller denkt vielleicht, famila sei viel zu groß…
Das ist überhaupt nicht so! Wir sind kein Handelsgigant, sondern gemeinsam mit den kleinen Produzenten in der Region verwurzelt.

Ich freue mich total über jeden Kontakt zu ihnen. Mit unserer Vertriebspower können wir gemeinsam viel erreichen, wir können unser Netzwerk nutzen und auch mal neue Denkansätze ausprobieren. Noch ein Beispiel aus Kiel, wo ich selbst zu Hause bin: Wir bieten seit Kurzem Burgersoßen von John‘s Burgers zusammen mit Burgerbrötchen von der Handwerksbäckerei Lyck an, das läuft richtig super.

Welchen Weg empfehlen Sie Produzenten, die sich für eine Vermarktung über famila interessieren?
Am besten wendet man sich an den Warenhausleiter vor Ort. Wenn der Feuer für das Produkt gefangen hat, bin ich offen dafür, es ins Sortiment einzelner oder mehrerer Häuser zu nehmen. Ich sehe unsere Aufgabe darin, Partner für den Lieferanten zu sein, ihm eine Plattform zu bieten, auf der er sich präsentieren kann. Wenn man miteinander schnackt, ergeben sich viele Möglichkeiten.

Was wünschen Sie sich für Ihr Regionalsortiment in den nächsten Monaten?
Ganz konkret: An manchen Orten können wir noch sehr gut regionale Brotlieferanten gebrauchen; was Besseres und Ehrlicheres als handwerklich gebackenes Brot gibt es doch gar nicht. Allgemein freue ich mich auf viele interessante Gespräche mit kreativen Erzeugern.

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Wer als kleiner, feiner Hersteller in Norddeutschland seine Produkte über famila vermarkten möchte, wendet sich an die Leitung
des nächstgelegenen Marktes oder schickt eine E-Mail an: regional@famila-nordost.de