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Foto(s): Frederik Röh/ Henrik Matzen
Text: Kerstin Schmidtfrerick

Wer dieses Gemüse püriert als Süppchen kennenlernt, ist garantiert überzeugt! Aber auch mit gebratenem Speck oder vegetarisch mit gebratenen Zwiebeln, verfeinert mit einem Klecks Sahne oder Crème fraîche, bringen Pastinaken viel unvergleichliches Aroma auf den Teller. Mit ihrem süßlich-nussigen Geschmack gehörten sie hierzulande sogar lange zu den Hauptnahrungsmitteln. Sie machten alle satt und galten als Hilfe gegen Herbstblues und Schlaflosigkeit. Das änderte sich schlagartig, als die Kartoffel auf der Bildfläche erschein. Von da an ging‘s steil bergab mit der Pastinake – fast bis in die völlige Vergessenheit. Zum Glück hat sich das inzwischen wieder geändert.

P wie Pastinake und Petersilie
Liegt eine Pastinake neben einer Petersilienwurzel, könnte man die beiden auf den ersten Blick glatt verwechseln: beide hell, kegelförmig und meist ohne Grün. Auf den zweiten Blick lässt sich hingegen der entscheidende Unterschied gut erkennen. Bei der Petersilienwurzel ist der Blattansatz etwas nach oben gewölbt, bei der Pastinake ist er dagegen etwas eingesunken. Nach dem Probieren ist sowieso alles glasklar. Saisongemüse mit Teamgeist. Seit September gibt es frische Pastinaken aus heimischem Anbau. Sie sind beliebt bei Fans von Vollwertigem ebenso wie in der gehobenen und experimentellen Küche. Ob roh, püriert, frittiert, gedünstet, im Smoothie oder als etwas andere Crème Brûlée – diese Rüben machen alles mit. Pastinaken schmecken als Suppe, im Eintopf mit Kartoffel, Möhre und Sellerie und sogar im Kuchen und Nachtisch. Übrigens: Kennen Sie schon
Pastinakenchips?

Tipps

Kühl im Tuch
Pastinaken in ein feuchtes Tuch wickeln und im Kühlschrank aufbewahren – so bleiben sie einige Wochen frisch.

TK-tauglich
Geschält, geschnitten und kurz gegart lässt sich das
Gemüse gut einfrieren.

Weniger herb
Etwas Milch im Kochwasser mildert das intensive
Pastinakenaroma sanft ab.