Papayas

Früchte der Engel

Seefahrer Kolumbus taufte diese Tropenfrucht wegen ihrer vielfältigen Heilwirkung
„Frucht der Engel“. Da Engel etwas aus der Mode sind, ist die Papaya heute eher
als sogenanntes Superfood bekannt.

Papayas mögen es warm und feucht. Als klassische Tropenfrüchte wachsen sie in den heißen Gefilden Südamerikas, Afrikas und Asiens. Dort reifen die Früchte an langstämmigen Büschen und werden nach etwa drei Monaten vorsichtig per Hand geerntet. Die druckempfindlichen Papayas werden meist einzeln in Styropornetze verpackt, damit sie den langen Flug nach Europa unbeschadet überstehen.

Zum Schlankwerden
Zu den Besonderheiten von Papayas zählen ihr niedriger Fruchtsäurewert, der hohe Gehalt an Vitamin C und vor allem ein Stoff, der sich Papain nennt. Von diesem Enzym kommt ihr Ruf als Schlankmacher, denn Papain unterstützt den Darm bei der Eiweißverdauung und beschleunigt die Fettverbrennung. Papayas sind  entsprechend gut verträglich und beruhigen einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt. Beim Aufschneiden der Frucht kommen schwarz glitzernde Kügelchen zum Vorschein. Diese Kerne schätzen Feinschmecker als wertvolles Gewürz. Sie sind scharf wie Kresse. Getrocknet und gemahlen schmecken sie würzig wie schwarzer Pfeffer.

Von süß bis herzhaft
Reife Papayas werden meist roh gegessen. Grundsätzlich passen sie zu allen Rezepten, in denen auch Melonen verarbeitet werden. Sie lassen sich in  Frühlingssalate integrieren, mit rohem Schinken als Carpaccio zubereiten und im Papaya-Gurken-Salat mit Serranoschinken anrichten. Sie schmecken aber auch gratiniert aus dem Ofen, in Smoothies und gegrillt als Dessert, vielleicht kombiniert mit säuerlichen Früchten wie Himbeeren und Maracuja. Das Papaya-Enzym sorgt übrigens dafür, dass Fleisch besonders zart wird, wenn ein Stück Papaya mitgegart wird. Einfach mal ausprobieren!

Tipps

Pur genießen
Papayas mit dem Sparschäler schälen, halbieren, die Kerne herauslöffeln, in Stücke schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln – und ab in den Mund.

Reifeprüfung
Papayas sind reif, wenn sie sich verfärben. Eine leicht fleckige Schale deutet auf ein
besonders gutes Aroma hin. Die Früchte werden halbreif geerntet und können zu
Hause gern noch nachreifen.

Sortenvielfalt
Die Sorte Bahia enthält vergleichsweise viel Fruchtsäure und hat einen fruchtig-frischen Geschmack. Die Sorte Solo ist etwas süßer und fester. Immer beliebter werden die sehr aromatischen Riesenpapayas.

Für zarte Mägen
Papayas sind für Menschen, deren Magen auf Fruchtsäure empfindlich reagiert, ein gut geeignetes Obst.