Nordseekrabbensalat

Küstenglück

Feinschmecker, die Meeresfrüchte lieben, lassen für Nordseekrabben alles andere stehen und liegen. Für sie ist es das höchste Glück, frisch gefangene Krabben quasi direkt aus dem Meer zu genießen. Krabben schmecken eigentlich zu fast allem: auf einem knackigen Brötchen, zum Rührei, mit Avocado oder in einem pikanten Salat, wie es ihn an den Frischetheken bei famila gibt.

Herzhafte Spezialität aus dem Meer

Der frische Nordseekrabbensalat besteht zu 50 Prozent aus ganzen geschälten Nordseekrabben der Gattung Crangon crangon, die in eine feine Mayonnaise aus Rapsöl eingebettet sind. Gewürzt wird die Feinkostdelikatesse unter anderem mit Senfsaaten und etwas Dill. Wer möchte, kann zu Hause zur Verfeinerung oder Dekoration noch frischen Dill hinzufügen. Sofort nach dem Fang werden die Krabben zwecks besserer Haltbarkeit mit Salz, Zitronensäure und Benzoesäure konserviert – eine Mischung, die gut verträglich ist und sicherstellt, dass die Krabben nicht vorzeitig verderben. Der Salat mit Mayonnaise hält sich im Kühlschrank bis zu drei Tage, optimalerweise aufbewahrt in der verschlossenen Salatschale, in der er gekauft wurde. Gerade derzeit sollte man sich diese Spezialität gönnen, denn die Preise bei Nordseekrabben schwanken je nach Fang-ergebnissen. Im Moment gibt es ausreichende Fänge, und das wirkt sich für den Verbraucher recht günstig aus.

Kleine Küstenbewohner

Nordseekrabben, die in Nordfriesland auch „Porren“ und in Ostfriesland „Granat“ genannt werden, leben im Sand und Schlick des Ostatlantiks und vor allem im hiesigen Nordsee-Wattenmeer, aber auch in anderen Meeresgebieten. Sie gehören zu den Garnelenarten und sind hier die am meisten verbreitete Art und außerdem die einzige frei im Meer lebende Garnelenart, die für Deutschlands Fischerei von Bedeutung ist. Das köstliche Krabbenfleisch ist der Muskel des Schwanzfächers. Zu den Speisekrabben gehören vorwiegend die weiblichen Tiere. Oft taucht die Frage auf, warum die lebenden Krabben nicht rosa, sondern schwarzblau bis grau sind. Ähnlich wie beim Kochen eines Hummers bildet sich die rote Färbung erst durch das Abbrühen der Tiere, weil sich dadurch bestimmte Proteinmoleküle in ihrer Struktur verändern. Auf den Krabbenkuttern an unserer Küste erfolgt das Abkochen bereits mit Seewasser an Bord. Danach sind die Krabben gekrümmt und müssen vor dem Verzehr noch per Hand aus den Schalen gepult werden – ein Vorgang, der bis heute noch viel Handarbeit bedeutet und nur zum Teil von Maschinen übernommen werden kann.

Infos

Garnelen
Garnelen gehören zu den Krustentieren, zoologisch Crustacea genannt. Nordseekrabben sind eine von vielen Garnelenarten.

Krabben
Die echten Krabben oder Kurzschwanzkrebse heißen Brachyura. Sie gehören auch zu den Krustentieren, sind aber keine Garnelen. Taschenkrebse, Tiefseekrabben und die Japanischen Riesenkrabben zählen zu dieser Gruppe.

Scampi
Die kleinen Verwandten der Hummer besitzen wie ihre großen Brüder Scheren. Wer genau hinsieht, kann sie von den Garnelen unterscheiden: Das Gehäuse von Garnelen ist relativ glatt, das der Scampi geriffelt. Bei Garnelen laufen die Schwanzspitzen schmal zu, bei Scampi sind sie schmetterlingsförmig.

Shrimps
In den USA heißen alle Garnelenarten Shrimps, während in England nur kleine Garnelen so bezeichnet werden. Die größeren nennt man dort Prawns oder King Prawns, die wir im Deutschen als Riesengarnelen kennen.