Niemand Dry Gin

Gin ist in

Mit Auszeichnungen auf Messen in Berlin, Tokio, New York und anderswo stieg dieser Gin aus Hannover zum Shootingstar auf. Originell auch sein Name: „Niemand“, ausgedacht von Torben Paradiek und Sebastian Otto.

„Niemand ist wie du“, sagten sich die beiden Hannoveraner und nahmen mit diesem philosophischen Ansatz die Entwicklung ihres Gins in Angriff. Ganz unbedarft allerdings gingen Torben Paradiek und Sebastian Otto nicht ans Werk, hatten die passionierten Ginliebhaber doch schon „Gin Flight“, Gewürze zum Verfeinern von Gin Tonic, auf den Markt gebracht. Die Jungunternehmer, die sich durch die Liebe zur Kunst kennenlernten, tüftelten, experimentierten und probierten, bis das Rezept für sie perfekt war. Sie verzichteten auf die gängige Zitrusnote, setzten ihren Akzent auf elementare Botanicals, also auf aromagebende Pflanzenstoffe wie Lavendel, Rosmarin und das bisher im Gin-Bereich unentdeckte Sandelholz. „Sandelholz hat unseren Geruchssinn in der Kombination mit Lavendel begeistert“, sagen die beiden überzeugt. „Apfel und Vanille stehen für die süße Komponente, Zimt und Ingwer wiederum sorgen für Schärfe.“ Mit feinen Noten von Koriander, Pinienkernen und Wacholder rundeten sie ihren „Niemand“ ab.

Ihr kurzer Kommentar zum Geschmack ihres Dry Gins, den sie in einer kleinen hannoverschen Destille brennen lassen, lautet: „Blumig, nadelartig, würzig“.

Von Hannover nach Hongkong
Im Bereich Design, Marketing und Vertrieb ausgebildet, haben Torben und Sebastian auch bei der Flasche keine halben Sachen gemacht. Durchscheinend, doch aufwendig zartrosa beschichtet und mit schwarzer Schrift versehen, kommt sie fast wie ein Parfümflakon aus Art-déco-Zeiten daher. Ein Hit für Designfreaks. Man kann sie nach dem Gingenuss als Lampenfuß oder Kerzenhalter verwenden, wie Torben und Sebastian in ihrer gemütlich eingerichteten Bar demonstrieren. Ein Stockwerk darüber liegt das Büro, hier wird der Vertrieb gesteuert. Schließlich wird „Niemand“ überregional verkauft und sogar bis nach Hongkong exportiert. Vom Stadtteil Linden aus geht „Niemand“ in die Welt.