Mit dem Hackebeil auf Mallorca

Lennard Tams: Der angehende Fleischer im famila-Warenhaus in Rendsburg/Eiderpark durfte drei Wochen in einem Betrieb auf Mallorca arbeiten. Eine tolle Erfahrung – und die Erkenntnis, dass das Hackebeil bei den Spaniern sehr beliebt ist.

Einmal über den Tellerrand hinausgucken – beziehungsweise über die Fleischtheke bei famila: Der Auszubildende Lennard Tams bekam die Chance, drei Wochen in der Fleischerei Vera Tienda Gastronomica in Palma mitzuarbeiten. „Zuerst wollte ich gar nicht, aber im Nachhinein bin ich so froh, dass ich diese Möglichkeit wahrgenommen habe. Es ist so spannend, die Fleischer dort bei der Arbeit zu beobachten und eine andere Kultur kennenzulernen“, sagt der 19 Jahre alte Rendsburger. Das ungewöhnliche Projekt wird vom Staat gefördert und von der Berufsschule in Rendsburg angeboten. Im famila-Warenhaus wurde er dafür freigestellt. Zusammen mit Lennard Tams reisten noch 32 andere Azubis aus verschiedenen Handwerksbetrieben nach Mallorca. Alle waren gemeinsam untergebracht – eine tolle Truppe. Im Fleischerbetrieb arbeitete Lennard Tams dann abwechselnd im Hähnchen und Rindbereich.

Der Schleswig-Holsteiner hatte es hier mit viel größeren Fleischmengen zu tun – 70 Kilogramm Gulasch waren keine Seltenheit. Der dortige Betrieb beliefert auch Hotels und Restaurants. „Englisch sprechen konnte dort fast keiner“, erzählt der Azubi. „Aber mit Händen und Füßen haben wir es gut hinbekommen.“ Die Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland aus Sicht des 19-Jährigen? „Die Spanier essen das Fleisch gern fettiger. Sie lieben das Hackebeil und nicht so sehr die Säge. Und sie sehen alles ein bisschen lockerer und kommen auch mal später zur Arbeit.“ Lennard Tams ist nun zurück an der Fleischtheke im Eiderpark in Rendsburg und kann dort seine neuen Erfahrungen direkt in seinen Berufsalltag integrieren. „Schön, dass Lennard diese Chance ergriffen hat“, sagt auch sein Fleischermeister Torben Schröder. „Er ist ein guter, motivierter Azubi, daher haben wir ihn gern bei dieser Möglichkeit unterstützt. Anschließend hat er ganz begeistert von seinem Trip nach Mallorca berichtet.“