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Eine schöner als die andere: An den Heidelbeersträuchern von Hof Fölster in Willenscharen südwestlich von Neumünster drängen sich die köstlichen Beeren dicht an dicht. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gewissenhafter Hege und Pflege, erklärt Chefin Susanne Herbst-Richter.

Foto(s): Henrik Matzen
Text: Anneke Fröhlich

Bereits seit 35 Jahren baut Familie Fölster im Herzen von Schleswig-Holstein Heidelbeeren an – und lernt doch nach so langer Zeit immer wieder etwas Neues dazu, was die anspruchsvollen Früchtchen noch ein bisschen besser gedeihen lässt. „Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit dem regenerativen Anbau“, berichtet Susanne Herbst-Richter, die Lebensgefährtin von Hans-Jörg Fölster, dessen Vater einst mit den Heidelbeeren begann. Im Wesentlichen geht es darum, gesunde Mikroorganismen gezielt zur Bodenverbesserung einzusetzen, was dazu führt, dass die Beerensträucher bestens mit allen Nährstoffen versorgt werden. „Nur wenn der Stoffwechsel im Boden funktioniert, ist die Pflanze vital und kann optimale Früchte bilden“, sagt die Heidelbeerexpertin. „Es ist so spannend zu lernen, wie die Pflanze ihr genetisches Potenzial voll entfalten kann. Sie dankt es uns mit hohen Erträgen.“

Ohne Erntehelfer läuft nichts
In der kurzen Saison, die je nach Witterung meist von Anfang Juli bis Anfang August dauert, tobt das Leben auf dem größten zusammenhängenden Heidelbeerfeld Schleswig-Holsteins. Selbstpflücker lassen sich bequem auf großen Traktoranhängern über das Gelände fahren und genießen anschließend Kaffee und Kuchen im Sonnenschein.

Daneben kommen rund 60 Erntehelfer aus Polen und der Ukraine nach Willenscharen, etliche von ihnen schon seit vielen Jahren. „Wir sind ein tolles Team“, schwärmt Susanne Herbst-Richter, der das Wohlergehen der Pflanzen ebenso wichtig ist wie das der Erntehelfer. „Richtige Spitzenleute schaffen an guten Tagen bis zu 100 Kilogramm.“

Akribisch sortiert
So sorgfältig die Erntehelfer auch pflücken: Dass auch bei ihnen die eine oder andere nicht ganz makellose Beere in den Eimer fällt, ist ganz normal. Deshalb steht auf dem Hof Fölster in einer gut gekühlten Halle ein Hightechgerät. Hier durchläuft am Nachmittag die Ernte des Tages erst einen automatischen Sortierer, der diejenigen Früchte erkennt und entfernt, die zu weich sind. Direkt anschließend spüren mehrere Kameras alle Exemplare auf, die nicht die gewünschte tiefblaue Farbe aufweisen, und lässt diese ebenfalls aussortieren. Über ein Laufband, an dessen Seiten mehrere Mitarbeiter noch die letzten Beeren herausfischen, die nicht den hohen Qualitätsansprüchen genügen, kullern die blauen Köstlichkeiten schließlich in die Verkaufsschälchen. Jetzt kommt per Hand eine der beliebten Rezeptkärtchen hinzu, dann Deckel drauf – und ab geht’s frisch und fruchtig in den Handel.

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