Filippos Erdbeeren aus Futterkamp

Frisch gepflückt schmecken Erdbeeren extra köstlich. Wer keines der verlockenden Felder direkt vor der Tür hat, darf sich über die süßen Früchtchen freuen, die zum Beispiel in Filippos Obst-Erlebnis-Garten von Kirsten Manthey in Futterkamp im Nordosten Schleswig-Holsteins gedeihen.

Wo schon von Ferne das blaue Holzhaus inmitten des grünen Landes leuchtet, ist das Frühsommerglück zu Hause. In Futterkamp nahe der Hohwachter Bucht baut Familie Manthey seit 30 Jahren jene Früchte an, die man wahlweise pur oder in einem luftig-fruchtigen Kuchen, gebacken nach Omas Rezept, vernascht: Erdbeeren.

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Ein knappes Jahr bevor sich die ersten roten Früchte zeigen, werden die Stecklinge in langen, schnurgeraden Reihen ins Feld gesetzt. Die Wurzel ist dann schon so kräftig und lang, dass sie genügend Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann.

Ab Ende Februar werden die zarten Pflanzen von dünnen Folien bedeckt. Dadurch nutzt Kirsten Manthey die natürliche Sonneneinstrahlung, denn in dem warmen Klima können die Pflanzen schneller wachsen und reifen.

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Wenn man unter die Folie lugt, kann man fast zuschauen, wie die Pflanzen in die Höhe schießen. Bereits eine Woche nach dem Setzen der Stecklinge zeigen sich erste Blätter, drei Wochen später treiben sie schon Blüten. Mit den wärmer werdenden Tagen im April ist es an der Zeit, den Boden von Wildkräutern zu befreien und die Pflanzen vor möglichen Schädlingen zu schützen.

Damit keine Erde an den saftigen Früchten klebt, werden die Gassen bis dicht an die Pflanze dick mit goldgelbem Stroh ausgepolstert. Jetzt versteht man auch, warum die Erdbeere im Englischen als „strawberry“, also Strohbeere, bezeichnet wird.

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Endlich ist es so weit! Anfang Juni sind die ersten Erdbeeren reif. Schon in den frühen Morgenstunden rücken die Erntehelfer aus. Bei ihrer Arbeit ist Fingerspitzengefühl gefragt: Sie zwicken den Stiel mit dem Daumennagel ab, ohne die empfindlichen Früchte zu verletzen.

Im Nu sind die Körbe prall gefüllt. Pflückprofis schaffen 90 Kilo pro Tag! Die süße Ware wird noch auf dem Feld in handliche 250- und 500-Gramm-Schalen verpackt und dann sofort erntefrisch zu den Erdbeerhäuschen gebracht.

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen! Die „Honeoye“ ist die erste Sorte, mit der Kirsten Manthey und ihre Mitstreiter die Erdbeerfans beglücken. Aber leider dauert die Freude an der saisonalen Delikatesse nicht lange: Schon Ende Juli endet die schöne Erdbeerzeit mit der späten Sorte „Malwina“ – bis zum nächsten Jahr.

Erhältlich im Erdbeerhäuschen bei famila in Lütjenburg.