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Karriere bei famila

Foto(s): Henrik Matzen
Text: Andrea Schmidt

Seit 20 Jahren bietet famila ein spezielles Programm an, das Nachwuchskräfte fit macht für eine Karriere im Lebensmitteleinzelhandel. Der schulische Teil der Ausbildung zum/zur Einzelhandelskaufmann/frau findet im Regionalen Berufsschulzentrum (RBZ) Wirtschaft in Kiel statt, die Fortbildung zum/zur Handelsfachwirt/in an der Wirtschaftsakademie (WAK).

Raum 2.59 im RBZ ist reserviert für die „famila-Klasse“. „Das war schon immer so“, erzählt Lars Wendler und lacht. Der Berufsschullehrer
betreut bereits seit zehn Jahren den Nachwuchs von famila und Markant. Um Punkt acht Uhr sitzen seine Schülerinnen und Schüler in der Klasse. Die Laptops sind aufgeklappt, die Atmosphäre ist locker und gleichzeitig konzentriert. „Mir macht die Arbeit mit den famila-Azubis richtig
Spaß. Sie sind motiviert, leistungsstark und sehr selbstständig“, erläutert Lars Wendler. Heute steht Gruppenarbeit auf dem Programm. Es
geht um eine Wettbewerbsanalyse: Wie verhalten sich die „Marktbegleiter“ im Einzelhandel? Dazu recherchieren die angehenden Handelsfachwirtinnen
und -fachwirte und informieren sich vor Ort bei anderen Supermärkten. Überhaupt ist der Unterricht am RBZ abwechslungsreich. 14 Themenfelder stehen auf dem Lehrplan. Unter anderem geht es um erfolgreiche Geschäftsprozesse, den Einsatz von Personal, die Kundengewinnung und -bindung und die Präsentation von Waren. „Wir lernen hier die Theorie, die hinter dem steckt, was wir jeden Tag in den Märkten machen“, sagt Sean Siegmann. Der 20-Jährige arbeitet bei famila in Kiel/Neumeimersdorf und hat einen kurzen Weg zur Schule. Seine Mitschülerin Mayla Imre dagegen ist bei famila in Pinneberg beschäftigt. „Während des Blockunterrichts wohne ich hier in Kiel im Wohnheim der Wirtschaftsakademie – so, wie andere Azubis aus weiter entfernten Standorten.“ Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. „Wir haben hier eine schöne Zeit. Am RBZ ist es lange nicht so steif wie früher in der Schule“, sagen die beiden Azubis. Drei Jahre dauert ihre Ausbildung insgesamt. Erst kommt die Abschlussprüfung im Einzelhandel, später dann an der WAK die Prüfung zum/zur Handelsfachwirt/in. Zusätzliche interne Seminare von famila – zum Beispiel zum Thema „Führung“ – runden das Qualifizierungsprogramm ab. Ein tolles Modell, das seit 20 Jahren bestens funktioniert.

„Die Berufsschule ist anspruchsvoll, aber bringt auch richtig Spaß. Unsere famila-Klasse ist cool. Wir haben alle die gleichen Interessen und ein gemeinsames Ziel.“
Mayla Imre, angehende Handelsfachwirtin

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