Basische Ernährung

Auf guter Basis

Die Feiertage sind vorbei, und so herrlich das Schlemmen auch war: Irgendwie fühlt man sich unwohl. Ursache ist häufig eine Übersäuerung des Bindegewebes nach dem reichlichen Verzehr von Fleisch, Zucker und Alkohol. Eine basische Ernährung stellt das Gleichgewicht wieder her.

Morgens ein üppiges Frühstück, mittags eine fürstliche Mahlzeit und am Abend dann Festtagsbraten. Dazu ein guter Wein, hinterher ein süßes Dessert. Zwischendurch die leckeren selbst gebackenen Plätzchen zum Kaffee und vielleicht eine Kleinigkeit vom Naschteller. Bei so vielen kleinen Sünden kann man schon mal sauer werden!

So geht es jedenfalls unserem Körper, dessen Säure-Basen-Haushalt über die Festtage ordentlich ins Ungleichgewicht gekommen sein dürfte. Dabei ist das ausgewogene Verhältnis von Säuren und Basen im Organismus essenziell für unser Wohlbefinden. Weil es für das Funktionieren der Organe wichtig ist, dass der pH-Wert im Blut zwischen 7,35 und 7,45 liegt, baut der Körper überschüssige Säuren über Leber, Nieren und Lunge ab beziehungsweise lagert sie im Bindegewebe ein, was zu Müdigkeit, chronischen Schmerzen, aber auch zur Entstehung von Krankheiten führen kann.

Besonders viele Säuren entstehen im Körper durch den Verzehr von Fleisch, aber auch beim Genuss von Käse, Nudeln oder Brot. Sie werden daher als saure Lebensmittel bezeichnet. Basisch wirken hingegen Obst und Gemüse, aber auch Kräuter oder bestimmte Nüsse. Wer den Organismus dauerhaft von Säuren entlasten möchte, sollte 70 bis 80 Prozent basische Lebensmittel zu sich nehmen. Ebenfalls empfehlenswert ist eine rund zehntägige Kur zum Basenfasten, am besten unter fachkundiger Anleitung.

Keine Frage des Geschmacks
Ob ein Lebensmittel basisch oder sauer ist, entscheidet nicht der Geschmack, sondern der sogenannte PRAL-Wert, der angibt, wie viel Säure über die Ausleitungsorgane aus dem Körper gebracht werden muss, um den pH-Wert im Blut konstant zu halten. So gehören zum Beispiel Zitronen zu den basischen Lebensmitteln.

Minus als Plus
Alle Lebensmittel, die einen negativen PRAL-Wert haben, sind basisch. Mit einem Wert von -12 gehören Petersilie und getrocknete Datteln zu den Spitzenreitern, noch getoppt von Rosinen mit -21.

Leere Depots
Um übermäßiger Säure Herr zu werden, setzt der Körper Puffersubstanzen und basische Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium oder Magnesium ein. Diese holt er sich aus Knochen, Zähnen und anderen Depots, wo sie dann fehlen.

Dick und sauer
Ein weiterer unschöner Nebeneffekt der Übersäuerung ist, dass der Körper vermehrt Fettzellen anlegt, um dort Säuren abzulagern. Eine Diät ist dann wenig  erfolgversprechend oder sogar schädlich.

Viel bewegen
Nicht nur falsche Ernährung, sondern auch mangelnde Bewegung und seelischer Stress können Gründe für eine chronische Übersäuerung des Organismus sein.

Viel trinken
Wer erfolgreich entsäuern will, sollte täglich 2,5 bis 3 Liter stilles Wasser und Kräutertee trinken.