Jedes Jahr werden in Deutschland zwischen 100.000 und 200.000 Erkrankungen gemeldet, die durch Lebensmittel verursacht wurden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.
Die meisten Lebensmittelinfektionen gehen mit Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen einher und heilen von selbst aus. Das ist aber nicht immer der Fall. Die Erkrankungen können auch mit Komplikationen wie Blutvergiftung, schweren Gelenksentzündungen, Lähmungserscheinungen oder Gehirnentzündungen einhergehen. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie im Extremfall lebensbedrohlich sein.
Besonders schwere Krankheitsverläufe sind für die Listeriose beschrieben, eine bakterielle Infektionskrankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann und damit zur Krankheitsgruppe der „Zoonosen“ gehört.
Mit einigen hundert Erkrankten pro Jahr wird sie in Deutschland im Vergleich zu anderen Lebensmittelinfektionen, wie zum Beispiel der Salmonellose, eher selten gemeldet. Die Erkrankungszahlen sind in den vergangenen Jahren allerdings sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene angestiegen.
Für gesunde Erwachsene stellt die Listeriose in der Regel keine Gefahr dar. Meist verläuft sie symptomlos und bleibt daher unerkannt. Wenn Symptome auftreten, sind sie eher unspezifisch und grippeähnlich. Fieber und Muskelschmerzen sind beschrieben und unter Umständen treten Erbrechen und Durchfall auf.
Da die Infektion bei besonders gefährdeten Personen aber auch mit schweren gesundheitlichen Schäden einhergehen kann, kommt der Verhütung eine große Bedeutung zu.
Zurück zur Übersicht